Schüchtern, wild oder draufgängerisch? Eine Stuhlprobe gibt Auskunft
Wissenschaftler der Ohio State University fanden kürzlich heraus, dass auch die Darmbakterien mitmischen, wenn Kinder (und wahrscheinlich auch Erwachsene) draufgängerisch oder schüchtern, egozentrisch oder introvertiert sind. Dazu untersuchten sie die Stuhlproben von 77 Kleinkindern im Alter von 18 bis 27 Monaten.
Der Darm, eine permanente Baustelle
Unser gesamter Organismus erneuert sich pausenlos. Bis auf wenige Zellgruppen sind nach Tagen, Monaten oder Jahren alle Zellen einmal ausgetauscht. Unser Körper ist also eine Dauer-Baustelle, ähnlich wie die A7 in den Sommerferien. Jede Sekunde sterben etwa 50 Millionen Zellen ab und werden durch neue ersetzt. Hierbei handelt es sich um Zellen, die beschädigt, nicht mehr funktionstüchtig oder alt sind.
Das leisten die Darmbakterien für unsere Gesundheit
Die Symbiose zwischen den Darmkeimen und uns Menschen ist beeindruckend. Viele Vorgänge im Körper würden ohne bakterielle Unterstützung nur halb so gut funktionieren.
Abnehmen ohne Diätplan: So aktivieren Sie Ihre Schlankmacher im Darm
Die einen müssen ein Stück Kuchen nur anschauen, schon landet es auf der Hüfte. Die anderen können endlos schlemmen und nehmen nicht zu. Eine Ärztin erklärt, warum das kein Mythos ist und was es mit unserem Darm zu tun hat. Zum Interview mit Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann auf Focus-Online hier klicken.
Der Darm – vom Tabuthema zum Superstar
Noch vor wenigen Jahren waren unser Darm und die darin lebenden Bakterien ein Tabuthema, über das man weder mit seiner Familie noch mit seinen engsten Freunden sprach. Doch inzwischen ist der Darm in den Mittelpunkt des Interesses von Laien und Experten gerückt. Prof. Michaela Axt-Gadermann aus dem freundin-Expertenkreis erklärt, warum das sinnvoll ist. Zum Interview
Schlammbakterien verbessern psychische Widerstandsfähigkeit
Manche Keime sind alte Freunde, die unser Immunsystem seit Millionen von Jahren kennt. Wie gute Freunde unterstützen diese Mikroorganismen unsere Abwehrkräfte, beruhigen das Immunsystem und verhindern in stressigen Situationen eine überschießende Reaktion der Abwehrzellen. Doch plötzlich sind die guten Freunde verschwunden. Antibiotika und übertriebene Hygiene haben sie aus unserem Lebensumfeld vertrieben. Wenn gute Freunde wegziehen, hinterlässt das eine Lücke.
Bakterien entscheiden über unser Lieblingsgericht
Wer ist der Chef im Darm, wer muss klein beigeben? Die Bakterien in unserem Gedärm stehen miteinander in Konkurrenz. Jeder Keim möchte für sich die besten Bedingungen herausholen und andere Gruppen klein halten. Und jede Bakterienfamilie bevorzugt anderes Essen. Manche gedeihen besonders gut mit Pudding und Kuchen, andere bevorzugen Steak und Frikadellen und die Dritten entwickeln sich bestens mit Obst und Gemüse.
Der Darm in Zahlen
100 Billionen Keime leben in unserem Darm, nirgendwo im Körper tummeln sich mehr Keime Eine Darmbakterie wiegt etwa 150 Femtogramm. Das entspricht dem unglaublich geringen Gewicht von 0,000000000001 g
Darmbakterien und Probiotika – neue Erkenntnisse, neue Behandlungsmöglichkeiten!
„Zu lange wurde das gesundheitliche Potenzial unseres Darms nicht realisiert. Gerade in jüngster Zeit hat die Wissenschaft viele neue Erkenntnisse gewonnen, die beweisen, wie wichtig die Interaktion von Mikroflora, Probiotika und Darmschleimhaut für unsere Gesundheit ist. Wir sind der Überzeugung, dass die Forschung jetzt so gesichert ist, dass sie für medizinische Praktiker und Öffentlichkeit relevant ist.“, so Prof. Stephan C. Bischoff, Vorsitzender der DGMIM.
Was hat der Darm mit unserem Gehirn zu tun?
Interview mit Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann Eine ganze Menge! Viele Emotionen werden im Darm gemacht. Der Volksmund weiß das schon lange: Wenn wir uns freuen, haben wir “Schmetterlinge im Bauch“ und die „Liebe geht durch den Magen“. Sind wir ängstlich, haben wir „Schiss“. Wir hören auf unser „Bauchgefühl“, aber manche Entscheidungen „bereiten uns Bauchschmerzen“.