Aktuelles Darmgesundheit

Akkermansia muciniphilia – wichtig für Gewichtsreduktion und Schleimhautschutz

Akkermansia muciniphila ist ein wichtiger Keim für die Darmschleimhaut und den Erhalt der Darmbarriere. Bei Übergewicht, Neurodermitis oder Allergien ist die Menge dieses Bakteriums im Darm vermindert.

Akkermansia muciniphilia sorgt für eine gesunde Darmschleimhaut

Aktuelle Studien zeigen, dass das Darmbakterium „Akkermansia muciniphilia“ in der Lage ist, das Gewicht zu reduzieren und dem metabolischen Syndrom entgegen zu wirken. Das Bakterium ist zudem wichtig für die Darmschleimhaut und schützt vor dem leaky gut Syndrom.

Akkermansia schützt vor Übergewicht

Der Darmkeim ist nicht nur wichtig für einen gesunden Darm und eine intakte Darmbarriere. Auch außerhalb des Verdauungstraktes zeigt der Keim Wirkung. Sind ausreichend Akkermansia-Bakterien im Stuhl nachweisbar, dann bestehen meistens keine Gewichtsprobleme. In Studien waren Körpergewicht und Körperfettanteile der Teilnehmer mit ausreichend A. muciniphilia nämlich deutlich niedrigerer als bei Personen, denen der schleimhautschützende Keim fehlte. Interessanterweise scheint die Zahl der Bakterien in einer direkten Beziehung zum Gewicht zu stehen: Je geringer die Akkermansia muciniphilia Zahl im Darm ist, desto höher steigt das Gewicht – das legen sowohl Studien an Mäusen als auch an Menschen nahe. Eine aktuelle Studie konnte belegen, dass eine Nahrungsergänzung mit dem Keim auch ohne Diät die Pfunde zum Schmelzen brachte. In der Studie, die im Fachblatt Nature Magazine veröffentlicht wurde, nahmen die 40 übergewichtige Probanden drei Monate lang entweder abgetötete oder lebende Akkermansia muciniphilia Bakterien ein oder erhielten ein Placebo.  

Akkermansia testen

Mit Hilfe eines Darmtests (Stuhlprobe) können Sie überprüfen, ob Sie ausreichend Akkermansia muciniphilia im Darm haben:

Akkermansia kann noch mehr

Weitere Untersuchungen belegen, dass auch Menschen leaky gut Syndrom meistens zu wenige Akkermansia muciniphilia im Darm haben. Und auch Entzündungen, Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes) und Allergien treten häufiger auf, wenn Akkermansia muciniphilia im Darm fehlen. Sogar das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steht in einem engen Zusammenhang mit einem Mangel an diesen günstigen Darmbakterien.

Der Hüter der Darmschleimhaut

Akkermansia muciniphila lebt, wie der Name vermuten lässt, in der Mucinschicht des Darms. Die Mucinschicht ist die Schleimschicht, die die Darmzellen überzieht. Deshalb ist das Bakterium enorm wichtig für eine gesunde Darmschleimhaut und den Erhalt der Darmbarriere. Der Keim unterstützt nämlich die Regeneration der Schleimschicht. Der „Mucos“ (=Schleim) sorgt dafür, dass der Darminhalt mühelos durch den Verdauungstrakt gleiten kann und hält auch den Darminhalt auf Abstand zur Darmwand. Stoffwechselprodukte des Bakteriums lindern Entzündungen und fördern die Vermehrung von Faecalbacterium prausnitzii, einem weiteren Keim, der für eine intakte Darmbarriere von Bedeutung ist.

Das Wachstum von Akkermansia fördern

Leider gibt es derzeit noch kein Nahrungsergänzungsmittel, mit dem man diesen Keim direkt zuführen kann! Man kann das Bakterium nur indirekt durch Polyphenole und Präbiotika fördern Studien haben auch gezeigt, dass Akkermansia muciniphilia in ihrem Wachstum gefördert werden können durch Cranberrys, Cranberrysaft, dunkler Traubensaft, Trauben und Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl, Rapsöl).

Studien haben auch gezeigt, dass Cranberrys, Cranberrysaft, dunkler Traubensaft, Trauben die Keimzahl ansteigen lassen. Außerdem können andere probiotische Keime wie L. plantarum, L. rhamnosus, B. breve, B. lactis oder B. longum die Bedingungen im Darm günstig beeinflussen und dadurch das Wachstum von Akkermansia muciniphilia fördern. Ein wichtiges Präbiotikum, das die Entwicklung des Darmkeims fördert, ist resistente Stärke

Da sehr viele dieser Inhaltsstoffe (resistente Stärke, L. plantarum, L. rhamnosus, B. breve, B. lactis) in Madena Darmkur enthalten sind, gehen wir davon aus, dass dieses Produkt auch A. m. anheben kann. Allerdings haben wir das bislang noch nicht in Studien überprüft.

Quellen

Dao MC, Everard A, Aron-Wisnewsky J et al (2016) Akkermansia muciniphila and improved metabolic health during a dietary intervention in obesity: relationship with gut microbiome richness and ecology. Gut. 65(3):426-36. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26100928

Leitner C (2019) Studie zur Darmflora – Wie ein Bakterium beim Abnehmen helfen könnte. Spiegel online https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/uebergewicht-bakterium-gegen-ueberfluessige-pfunde-a-1275733.html