Schlank mit Darm – wie uns die Darmbakterien beim Abnehmen helfen

Menschen mit Übergewicht haben eine anders zusammengesetzte Darmflora als Normalgewichtige – und das ist für viele ein Problem. Eine Nahrungsergänzung mit probiotischen Keimen kann helfen.

„Ich bin eben ein guter Futterverwerter“, bis vor wenigen Jahren wurden alle, die ihre Gewichtsprobleme damit rechtfertigen wollten, nur müde belächelt. Doch es scheint tatsächlich Menschen zu geben, die die Nahrung besser verwerten, als andere. Schuld daran kann eine Störung der Darmflora zu sein.

Vergleiche der Darmflora von fettleibigen Mäusen und ihren mageren Geschwistern sowie von adipösen und schlanken Menschen belegen, dass bei Übergewicht das Verhältnis der beiden dominierenden Bakterienstämme Bacteroidetes und Firmicutes in Schieflage gerät.

Überträgt man nun die Darmkeime übergewichtiger Mäuse auf ihre schlanken Artgenossen, nahmen – bei gleichem Futter – die Tiere innerhalb kürzester Zeit deutlich an Gewicht zu. Erhielten die Nager die Darmflora untergewichtiger, schlanker oder adipöser Menschen, dann entwickelte sich die Figur der Mäuse in dieselbe Richtung wie die ihrer „Bakterienspender“, obwohl alle die gleiche Menge Körner bekamen. Auch bei uns Menschen lassen „dicke“ Darmkeime den Zeiger der Waage immer weiter nach rechts laufen. So weiß man inzwischen, dass Antibiotika Übergewicht begünstigen, da sie die Darmflora schädigen.

Moppelbakterien packen Pfunde auf die Hüften

Rund 30 Prozent der Energie, die wir aus der Nahrung ziehen, wird durch die Darmbakterien generiert. Die Zusammensetzung der Mikroben ist dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht wir unser Essen ausnutzen und wie viele Kalorien aus der Nahrung gezogen werden. Firmicutes sind dabei die „Moppelbakterien“, die unseren Vorfahren geholfen haben, Hungersnöte und Missernten zu überstehen. Bei Übergewichtigen sind sie oft in der Überzahl. Bacteroidetes findet man hingegen in großer Zahl im Darm schlanker Personen. Sie nutzen die Nahrung nicht so gut aus. Nimmt die Zahl der Firmicutes nur um 20 % zu, dann werden Tag für Tag 10 % mehr Kalorien in den Körper geschleust. Das hört sich zunächst nicht viel an, summiert sich aber im Laufe eines Jahres auf rund acht zusätzliche Kilos.

Aktuelle Studien zeigen zudem, dass die Darmflora auch schuld am Jojo-Effekt nach einer Diät ist. Wenn die Pfunde nach ein paar Wochen gepurzelt sind, ist ein Teil der Darmflora noch im „Guter-Futterverwerter-Modus“. Nach einer Diät sollte man deshalb weiterhin darmfreundlich ernähren, um die langfristige Umstellung der Darmflora zu unterstützen.

Signifikant bessere Gewichtsreduktion mit synbiotischer Nahrungsergänzung

Ich forsche schon seit Jahren im Bereich der Darmflora. Gerade haben wir eine Studie abgeschlossen, in der wir überprüft haben, ob man mit Hilfe eines Nahrungsergänzungsmittels (Madena Darmkur) leichter abnehmen kann. Die Teilnehmer erhielten zwei Monate lang Madena Darmkur oder Plazebo. Nach vier Wochen ließ sich in der Madena Darmkur-Gruppe ein deutlicher Anstieg der schlank machenden Bacteroidetes und ein Rückgang der „Moppelbakterien“ Firmicutes nachweisen. Unterschiede im Gewicht gab es zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Nach 6-8 Wochen setze aber eine deutlich stärkere Gewichtsabnahme in der Madena Darmkur-Gruppe ein, die signifikant über der in der Plazebo-Gruppe lag.

Unterstützt werden kann diese Entwicklung einer gesunden Darmflora noch durch eine darmfreundliche Ernährung mit reichlich Präbiotika (Pastinake, Spargel, Haferflocken, Lauchgemüse, Hülsenfrüchte..)

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