Wie lassen sich fehlende Bakterien im Darm vermehren?

Wenn Sie eine Darmfloraanalyse durchführen lassen, werden Sie evtl. feststellen, dass Ihnen einige Bakterien fehlen oder in zu geringer Zahl vorhanden sind. Nicht jedes Bakterium lässt sich aber mit Hilfe von probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln zuführen. Die meisten Mikroorganismen in unserem Darm sind Anaerobier und sterben beim Kontakt mit Luftsauerstoff ab, weshalb sie nicht in Kapseln oder Pulvern angeboten werden.

Präbiotische Ballaststoffe schaffen gute Bedingungen

Diese Keime kann man nur indirekt fördern, indem man gute Bedingungen im Darm schafft. Besonders wichtig sind hier die präbiotischen Ballaststoffe, die wie ein Dünger für die Darmflora wirken. Präbiotische Ballaststoffe sind nicht in jedem Obst und Gemüse enthalten. Gute Lieferanten sind Pastinaken, Topinambur, Spargel und Schwarzwurzel – also Nahrungsmittel, die bei den meisten von uns nicht täglich auf dem Tisch stehen. Gängiger sind da sicher Haferflocken, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Äpfel mit Schale oder etwas grüne Bananen. Auch manche Genussmittel wie zum Beispiel Kaffee, grüner Tee oder dunkle Schokolade fördern den Aufbau einer gesunden Darmflora.

Abwechslungsreiche Ernährung wichtig für gesunde Darmflora

Da jeder Keim eigene Bedürfnisse hat, kommt es darauf an, ihn mit dem richtigen „Futter“ zu unterstützen und günstige Bedingungen für die Entwicklung der einzelnen Bakterien zu schaffen. Wer abwechslungsreich isst und auch mal neue Nahrungsmittel ausprobiert, tut seiner Darmflora auf jeden Fall schon eine Menge Gutes. Auch mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln, die sowohl probiotische Bakterien als auch präbiotische Ballaststoffe enthalten, lassen sich Störungen der Darmflora wieder regulieren. Die MADENA DARMKUR enthält gleich drei verschiedenen Präbiotika (Inulin, Pektin, resistente Stärke), die die Entwicklung ganz unterschiedlicher gesundheitsförderlicher Mikroorganismen im Darm fördern.

Gute Darmbakterien für ein gesundes Mikrobiom

Bacteroidetes (Gewichtsregulation): Pektin, Äpfel, Haferflocken, Kaffee, Rotwein

Prevotella (wichtig für Gehirn, bei Neurodermitis unterrepräsentiert): Haferflocken, Kleie, Roggen, Rotwein

Faecalibacterium prausnitzii (Darmbarriere, wirkt Leaky-Gut-Syndrom entgegen, schützt vor Darmerkrankungen und Neurodermitis, entzündungshemmend): resistente Stärke, Inulin, ballaststoffreiche Ernährung, andere probiotische Keime wie Bifidobacterium longum und andere acetatproduzierenden Probiotka (Lactobazillen, Bifidokeime) stimulieren Faecalibacterium prausnitzii

Akkermansia muciniphila (Gewichtsregulation, Regeneration der Darmschleimhaut, wirkt einem Leaky-Gut-Syndrom entgegen): resistente Stärke, probiotische Keime wie L. plantarum, L. rhamnosus, B. breve, B. lactis, B. longum, Polypehnole (Cranberrys, Cranberrysaft, dunkler Traubensaft, Trauben), Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl, Rapsöl) Achtung: FODMAP-arme Ernährung („fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols“) reduziert Akkermansia muciniphiliaBifidokeime (wesentlich für die Regulierung des Immunsystems, schützt vor Übergewicht, Entzündungen, Allergien und Autoimmunerkrankungen): Inulin, Pektin, dunkle Schokolade, grüner Tee