Studie zeigt: Madena Darmkur kann Darmflora auf schlank programmieren und Gewicht senken

Übergewicht kann mit einer Störung der Darmflora (Mikrobiom) zusammenhängen. Wir konnten in einer aktuellen Studie zeigen, dass sich mit Hilfe eines synbiotischen Nahrungsergänzungsmittels (Darmkur) die Darmflora auf „schlank“ programmieren lässt und dadurch die Gewichtsreduktion sinnvoll unterstützt werden kann.

Da die Änderung der Darmflora der Gewichtsabnahme vorausgeht und die Gewichtsreduktion mit Verzögerung einsetzt, sollten sowohl Ernährungsumstellung als auch die Einnahme synbiotischer Nahrungsergänzungsmittel (Darmkur) langfristig erfolgen. Die Kombination mit einer darmfreundlichen Ernährung ist in jedem Fall sinnvoll und unterstützt die Optimierung der Darmflora.


Die Studie Abnehmen und Darmflora können Sie hier herunterladen: EuM_2018_01_AxtGadermann


2006 entdeckten amerikanische Forscher erstmals, dass sich die Darmflora fettleibiger Mäuse und ihrer mageren Artgenossen, ebenso wie die Darmflora von adipösen und schlanken menschlichen Probanden deutlich unterscheidet. Bei Adipositas ist das Verhältnis der beiden dominierenden Bakterienstämme Bacteroidetes und Firmicutes in Schieflage geraten. Der Mikrobenmix ist dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht wir unser Essen ausnutzen und wie viele Kalorien aus der Nahrung gezogen werden. Nimmt die Zahl der Firmicuten nur um 20 % zu, dann werden Tag für Tag 10 % mehr Kalorien in den Körper geschleust. Das hört sich zunächst nicht viel an, summiert sich aber im Laufe eines Jahres auf rund acht zusätzliche Kilos.

Doch diese ungute Bakterienverteilung im Darm lässt sich ändern. Das belegt eine plazebokontrollierte Untersuchung der Hochschule Coburg an 19 stark übergewichtigen Teilnehmern (Durchschnittsgewicht 110 kg). Sie nahmen insgesamt vier Wochen ein synbiotisches Nahrungsergänzungsmittel (Madena Darmkur) ein.
Bereits nach vier Wochen ließ sich das Verhältnis von Bacteroidetes zu Firmicutes im Darm um das Fünffache zugunsten der schlankmachenden Bacteroidetes steigern, während der Wert in der Plazebogruppe weitgehend unverändert blieb. In den ersten vier Wochen war die Gewichtsabnahme aber in beiden Gruppen nur minimal.
Im letzten Drittel der Studie reduzierte sich das Gewicht in der Behandlungsgruppe (ohne Diätempfehlungen) von 110,03 kg auf 106,41. Das entspricht einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von 3,62 kg in vier Wochen. In der Kontrollgruppe sank das Gewicht nur um rund 1,45 kg, war also nicht signifikant.
Veränderungen der Darmflora (Dysbiose) gehen Erkrankungen Allergien, Neurodermitis oder Zuckerkrankheit und auch Übergewicht oft um Monate, teilweise um Jahre voraus. Mehrere Untersuchungen zeigen, dass eine Dysbiose, beispielsweise hervorgerufen durch eine Antibiotikatherapie, das Risiko für Adipositas bei Kindern und Erwachsenen erhöht.
Es ist anzunehmen, dass nicht nur die Dysbiose der Gewichtszunahme vorausgeht, sondern dass sich – im umgekehrten Fall – auch zunächst die Zusammensetzung des Mikrobioms verändern muss, um langfristige und nachhaltige günstige Effekte auf die Gewichtsentwicklung und die allgemeine Gesundheit zu erzielen. Und möglicherweise benötigen auch diese (positiven) mikrobiellen Veränderungen Wochen oder Monate Vorlauf, bevor sich Veränderungen in Gewicht, Zucker- oder Fettstoffwechsel feststellen lassen.
Unterstützt werden kann die Einnahme von synbiotischen Nahrungsergänzungsmitteln wie Madena Darmkur auch durch eine darmfreundliche Ernährung mit einem hohen Anteil an präbiotischen Ballaststoffen und probiotischen Lebensmitteln. Tipps und Rezepte dazu finden Sie in dem aktuellen „Schlank mit Darm – Kochbuch“ sowie in den Ratgebern „Schlank mit Darm“ und „Schlank mit Darm – das 6-Wochen-Programm“

Axt-Gadermann M, Lorenz V (2018) Einfluss eines Synbiotikums auf den Gewichtsverlauf. Ernährung & Medizin, Ausgabe 1
https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0043-124127

Candela M, Rampelli S, Turroni S et al. (2012) Unbalance of intestinal microbiota in atopic children. BMC Microbiology 12: 95

Ley RE, Turnbaugh PJ, Klein S, Gordon JI (2006) Microbial ecology: human gut microbes associated with obesity. Nature 444: 1022–1023

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