<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Übergewicht Archive - Gesund mit Darm</title>
	<atom:link href="https://schlank-mit-darm.de/tag/uebergewicht/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://schlank-mit-darm.de/tag/uebergewicht/</link>
	<description>Darmgesundheit, Darmflora, Mikrobiom</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Jan 2023 18:45:19 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://schlank-mit-darm.de/wp-content/uploads/2021/12/favicon-50x50.jpg</url>
	<title>Übergewicht Archive - Gesund mit Darm</title>
	<link>https://schlank-mit-darm.de/tag/uebergewicht/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Antibiotika verändern Darmflora und begünstigen Übergewicht</title>
		<link>https://schlank-mit-darm.de/antibiotika-veraendern-darmflora-und-beguenstigen-uebergewicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilemira]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2021 07:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles Darmgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://schlank-mit-darm.de/?p=1830</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bis zum 18. Lebensjahr hat ein amerikanisches Kind 10- bis 20-mal eine Antibiotika Kur erhalten und bei uns sieht es nicht viel anders aus. Dadurch werden Krankheitserreger nicht nur resistent gegen diese Arzneimittel. Alles deutet darauf hin, dass der zu häufige Antibiotikaeinsatz auch die Entstehung von Übergewicht fördert. Im Prinzip sind Antibiotika sind ein Segen der Medizin. Seit 1942 der erste Patient Penizillin erhielt, konnten diese Medikamente viele Tausende Leben retten und gefährliche Seuchen ausrotten. Doch inzwischen ist der Einsatz von Antibiotika nicht mehr nur lebensbedrohlichen Erkrankungen vorbehalten, sondern wird unbedacht und viel zu großzügig und sorglos auch bei banalen Krankheiten wie einfachen Erkältungen eingesetzt. Antibiotika mästen Nutztiere Antibiotika greifen stark und nachhaltig in das Bakteriengleichgewicht der Darmflora ein, denn sie unterscheiden in der Regel nicht zwischen Freund und Feind. Doch Antibiotika haben noch andere Eigenschaften, die sich Landwirte jahrzehntelang gerne zunutze machten: Antibiotika können dick machen. Seit den 1950er-Jahren wurden niedrig dosierte Antibiotika in der Landwirtschaft auch eingesetzt, um Nutztiere zu mästen. Wissenschaftler entdeckten damals, dass niedrig dosierte Antibiotika die „Fütterungseffizienz“ erhöhten. Das bedeutet: Mit Medikamentengabe nahmen die Tiere pro Pfund Futter mehr Gewicht zu. Antibiotika machten sie zu guten „Futterverwertern“. Das machte das Fleisch preiswerter. Warum das allerdings funktioniert, war bisher noch weitgehend unklar. Darmflora und Übergewicht Auch bei Menschen, die zu Übergewicht neigen, ziehen die Darmbakterien sehr viel mehr Energie aus dem Essen als bei Schlanken. Durch unsere individuellen Darmkeime werden auch wir zu guten oder schlechten „Futterverwertern“. Ändert sich die Zusammensetzung der Darmbakterien beispielsweise nach einer Antibiotikabehandlung, kann sich auch unser Stoffwechsel ändern. Wie viel Kalorien wir täglich aufnehmen, hängt also nicht nur davon ab, was wir auf dem Teller haben, sondern vor allem davon, wie effektiv unsere Mitbewohner im Darm arbeiten. So töten Antibiotika nicht nur die gefährlichen Keime, sondern auch die nützlichen, die uns schlank erhalten. Diese Medikamente bewirken quasi einen Kahlschlag im Darmbiotop. Eine Behandlung mit dem Antibiotikum Ciprofloxacin (auch andere Antibiotika wie Vancomycin, Gentamicin u.a. machen das in ähnlicher Weise) schlägt eine große Schneise in den Darmwald. Das Antibiotikum wirkt gegen ein Drittel aller Keime im Darm, reduziert so die Vielfalt ganz enorm und stört die Balance empfindlich. So hinterlässt jede Antibiotikatherapie Lücken im Mikrobiom, die sich nicht immer wieder von selbst schließen. Nur selten ist es möglich, die ursprüngliche Vielfalt rasch wiederherzustellen. Zusammenhang zwischen Übergewicht, Darmflora und Antibiotika Mehrere Studien bestätigen die Zusammenhänge zwischen Antibiotikaeinnahme, Störung der Darmflora und einer Gewichtszunahme. US-Wissenschaftler der Universität New York verabreichten Mäusebabys direkt nach der Entwöhnung verschiedene gängige Antibiotika. Allerdings waren die Wirkstoffe nur niedrig dosiert, viel geringer, als sie zur Behandlung von Infektionen nötig wären. Im Vergleich zu Mäusekindern, die keine Antibiotika erhielten, legten die Antibiotika-Mäuse recht schnell an Gewicht zu und der Körperfettanteil stieg viel schneller an. Nach einem halben Jahr ließen sich deutliche Unterschiede feststellen. Und diese beschränkten sich nicht auf Gewicht und Körperfett, sondern auch auf die Zusammensetzung der Darmbakterien. Darmflora und Stoffwechsel hatten sich bei den mit Antibiotika behandelten Mäusen so verändert, dass sie mehr Kalorien aus den Mahlzeiten ziehen konnten. Selbst wenn die Mäusemütter kurz vor der Geburt Antibiotika erhielten, wurde deren Nachwuchs im Erwachsenenalter häufig übergewichtig. Das scheint auch die Erklärung dafür zu sein, weshalb Antibiotika so wirkungsvoll in der Mast von Nutztieren eingesetzt werden können. Antibiotika in der Schwangerschaft verändern Darmflora nachhaltig Diese Zusammenhänge sind nicht nur im Tierversuch feststellbar. Das Gleiche gilt für Schwangere Frauen und deren Kinder. Studien belegen, dass auch bei Müttern durch Antibiotikaeinnahmen während der Schwangerschaft das Mikrobiom der Babys verändern können. Das fand man bei der Untersuchung von mehr als 400 Mutter- und Kind–Paare heraus, die während der Schwangerschaft, im Säuglingsalter und bis zum Kindesalter von sieben Jahren regelmäßig untersucht wurden. Insgesamt 70 Mütter (16%) mussten im zweiten oder dritten Schwangerschafts-Trimenon Antibiotika nehmen. Kinder, die während dieser Phase den Antibiotika ausgesetzt waren, hatten ein 84% höheres Risiko, übergewichtig zu werden, verglichen mit den Kindern, deren Mütter keine Antibiotika erhalten hatten. Antibiotikagabe im Säuglingsalter – Übergewicht in der Grundschule Nicht nur Antibiotikaeinnahmen in der Schwangerschaft können das Risiko von späterem Übergewicht steigern. Ähnliche Beobachtungen ließen sich inzwischen in jeder Altersgruppe feststellen. Antibiotika führen zu tiefgreifenden Veränderungen unserer Mikroflora. Nicht nur die Zusammensetzung ändert sich, auch die so wichtige Vielfalt des bakteriellen Lebens geht verloren. Zwar beginnt die Darmflora etwa eine Woche nach Absetzen des Antibiotikums wieder, sich zu regenerieren, aber in den meisten Fällen war die Komposition der Darmkeime auch Monate, manchmal sogar Jahre nach dem Ende anders als vor der Antibiotikabehandlung. Die Effekte einer Antibiotikatherapie im frühen Kindesalter scheinen die Ergebnisse der Mäusestudien zu bestätigen. Das Forscherteam stellte nämlich fest, dass Kinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten ein Antibiotikum erhielten, mit drei Jahren häufiger übergewichtig waren. Auch Schulkinder hatten häufiger mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, wenn sie sehr früh die Medikamente bekamen. Die frühe Kindheit scheint ein besonders sensibles Zeitfenster für die Ausbildung einer gesunden und „schlanken“ Darmflora zu sein. Offensichtlich werden durch die Antibiotikagabe im zarten Alter wichtige Weichen fürs spätere Leben gestellt, die Übergewicht begünstigen. Antibiotika begünstigen Übergewicht auch im Erwachsenenalter Doch selbst Erwachsene, die übe rein sehr viel stabileres Mikrobiom verfügen, können nach einer länger dauernden Antibiotikatherapie an Gewicht zu legen. Das gilt vor allem dann, wenn ein Antibiotikum verwendet wurde, das besonders wirksam gegen Keime im Darm vorgeht. So nahm das Risiko für Übergewicht nach einer sechswöchigen Behandlung mit solchen Antibiotika deutlich zu. 48 Männer erhielten eine Antibiotikakombination. 48 gleichaltrige Männer ohne Infektion und Antibiotikagabe dienten als Vergleichsgruppe. In der mit Antibiotika behandelten Gruppe stieg das Gewicht stark und deutlich an. Nach einem Jahr hatten 17 Patienten aus der Antibiotikagruppe ihren Body-Mass-Index um mehr als 10 Prozent gesteigert, fünf der mit Antibiotika behandelten Patienten wurden sogar fettleibig. Jedoch nur ein Teilnehmer aus der Vergleichsgruppe nahm deutlich an Gewicht zu. Diese Untersuchungen belegen recht anschaulich, welche langfristigen Auswirkungen Antibiotika haben können. Deshalb muss man zwar keine Angst vor einer Therapie mit diesen Medikamenten haben, aber deren Einsatz vielleicht doch im Einzelfall gut überdenken. Folgende Punkte sollten bei der Einnahme deshalb unbedingt beachtet werden: Quellen Antonopoulos, Dionysios, A.; Huse, Susan, M.; Morrison, Hilary, G.; Schmidt, Thomas, M.; Sogin, Mitchell, L.; Young, Vincent, B.: Reproducible community dynamics of the gastrointestinal microbiota following antibiotic perturbation. In: Infection and Immunity 77 (2009) 6. S. 2367 – 2375 https://iai.asm.org/content/77/6/2367 Dardas, Majd; Gill, Steven, R.; Grier, Alex; Pryhuber, Gloria, S.; Gill, Ann, L.; Lee, Yi – Horng; Guillet, Ronnie: The impact of postnatal antibiotics on the preterm intestinal microbiome. In: Pediatric Research 76 (2014) 2, S. 150 – 158 vii &#160;https://www.nature.com/articles/pr201469?proof=true1 Dethlefsen, Les; Relman, David, A.: Incomplete recovery and individualized responses of the human distal gut microbiota to repeated antibiotic pertubation. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 108 (2011) 1, S. 4554 – 4561 https://www.pnas.org/content/108/Supplement_1/4554 Korpela, K.; Zijmans, M., A., C.; Kuitunen, M.; Kukkonen, K.; Savilahti, E.; Salonen, A.; de Weerth, C.; de Vos, W., M.: Childhood BMI in relation to microbiota in infancy and lifetime antibiotic use. In: Microbiome 5 (2017) 1, S. 1 – 9 https://microbiomejournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40168-017-0245-y Robinson, Courtney, J.; Young, Vincent, B.: Antibiotic administration alters the com-munity structure of the gastrointestinal microbiota. In: Gut Microbes 1 (2010) 4, S. 279 – 284 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2954510/</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/antibiotika-veraendern-darmflora-und-beguenstigen-uebergewicht/">Antibiotika verändern Darmflora und begünstigen Übergewicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bis zum 18. Lebensjahr hat ein amerikanisches Kind 10- bis 20-mal eine Antibiotika Kur erhalten und bei uns sieht es nicht viel anders aus. Dadurch werden Krankheitserreger nicht nur resistent gegen diese Arzneimittel. Alles deutet darauf hin, dass der zu häufige Antibiotikaeinsatz auch die Entstehung von Übergewicht fördert.</p>



<span id="more-1830"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Im Prinzip sind Antibiotika sind ein Segen der Medizin. Seit 1942 der erste Patient Penizillin erhielt, konnten diese Medikamente viele Tausende Leben retten und gefährliche Seuchen ausrotten. Doch inzwischen ist der Einsatz von Antibiotika nicht mehr nur lebensbedrohlichen Erkrankungen vorbehalten, sondern wird unbedacht und viel zu großzügig und sorglos auch bei banalen Krankheiten wie einfachen Erkältungen eingesetzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Antibiotika mästen Nutztiere</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Antibiotika greifen stark und nachhaltig in das Bakteriengleichgewicht der Darmflora ein, denn sie unterscheiden in der Regel nicht zwischen Freund und Feind. Doch Antibiotika haben noch andere Eigenschaften, die sich Landwirte jahrzehntelang gerne zunutze machten: Antibiotika können dick machen. Seit den 1950er-Jahren wurden niedrig dosierte Antibiotika in der Landwirtschaft auch eingesetzt, um Nutztiere zu mästen. Wissenschaftler entdeckten damals, dass niedrig dosierte Antibiotika die „Fütterungseffizienz“ erhöhten. Das bedeutet: Mit Medikamentengabe nahmen die Tiere pro Pfund Futter mehr Gewicht zu. Antibiotika machten sie zu guten „Futterverwertern“. Das machte das Fleisch preiswerter. Warum das allerdings funktioniert, war bisher noch weitgehend unklar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Darmflora und Übergewicht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Menschen, die zu <a href="https://schlank-mit-darm.de/eine-gesunde-darmflora-gibt-uebergewicht-keine-chance/">Übergewicht</a> neigen, ziehen die Darmbakterien sehr viel mehr Energie aus dem Essen als bei Schlanken. Durch unsere individuellen Darmkeime werden auch wir zu guten oder schlechten „Futterverwertern“. Ändert sich die Zusammensetzung der Darmbakterien beispielsweise nach einer Antibiotikabehandlung, kann sich auch unser Stoffwechsel ändern. Wie viel Kalorien wir täglich aufnehmen, hängt also nicht nur davon ab, was wir auf dem Teller haben, sondern vor allem davon, wie effektiv unsere Mitbewohner im Darm arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So töten Antibiotika nicht nur die gefährlichen Keime, sondern auch die nützlichen, die uns schlank erhalten. Diese Medikamente bewirken quasi einen Kahlschlag im Darmbiotop. Eine Behandlung mit dem Antibiotikum Ciprofloxacin (auch andere Antibiotika wie Vancomycin, Gentamicin u.a. machen das in ähnlicher Weise) schlägt eine große Schneise in den Darmwald. Das Antibiotikum wirkt gegen ein Drittel aller Keime im Darm, reduziert so die Vielfalt ganz enorm und stört die Balance empfindlich. So hinterlässt jede Antibiotikatherapie Lücken im Mikrobiom, die sich nicht immer wieder von selbst schließen. Nur selten ist es möglich, die ursprüngliche Vielfalt rasch wiederherzustellen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zusammenhang zwischen Übergewicht, Darmflora und Antibiotika</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Studien bestätigen die Zusammenhänge zwischen Antibiotikaeinnahme, Störung der Darmflora und einer Gewichtszunahme. US-Wissenschaftler der Universität New York verabreichten Mäusebabys direkt nach der Entwöhnung verschiedene gängige Antibiotika. Allerdings waren die Wirkstoffe nur niedrig dosiert, viel geringer, als sie zur Behandlung von Infektionen nötig wären. Im Vergleich zu Mäusekindern, die keine Antibiotika erhielten, legten die Antibiotika-Mäuse recht schnell an Gewicht zu und der Körperfettanteil stieg viel schneller an. Nach einem halben Jahr ließen sich deutliche Unterschiede feststellen. Und diese beschränkten sich nicht auf Gewicht und Körperfett, sondern auch auf die Zusammensetzung der Darmbakterien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darmflora und Stoffwechsel hatten sich bei den mit Antibiotika behandelten Mäusen so verändert, dass sie mehr Kalorien aus den Mahlzeiten ziehen konnten. Selbst wenn die Mäusemütter kurz vor der Geburt Antibiotika erhielten, wurde deren Nachwuchs im Erwachsenenalter häufig übergewichtig. Das scheint auch die Erklärung dafür zu sein, weshalb Antibiotika so wirkungsvoll in der Mast von Nutztieren eingesetzt werden können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Antibiotika in der Schwangerschaft verändern Darmflora nachhaltig</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zusammenhänge sind nicht nur im Tierversuch feststellbar. Das Gleiche gilt für Schwangere Frauen und deren Kinder. Studien belegen, dass auch bei Müttern durch Antibiotikaeinnahmen während der Schwangerschaft das Mikrobiom der Babys verändern können. Das fand man bei der Untersuchung von mehr als 400 Mutter- und Kind–Paare heraus, die während der Schwangerschaft, im Säuglingsalter und bis zum Kindesalter von sieben Jahren regelmäßig untersucht wurden. Insgesamt 70 Mütter (16%) mussten im zweiten oder dritten Schwangerschafts-Trimenon Antibiotika nehmen. Kinder, die während dieser Phase den Antibiotika ausgesetzt waren, hatten ein 84% höheres Risiko, übergewichtig zu werden, verglichen mit den Kindern, deren Mütter keine Antibiotika erhalten hatten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Antibiotikagabe im Säuglingsalter – Übergewicht in der Grundschule</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur Antibiotikaeinnahmen in der Schwangerschaft können das Risiko von späterem Übergewicht steigern. Ähnliche Beobachtungen ließen sich inzwischen in jeder Altersgruppe feststellen. Antibiotika führen zu tiefgreifenden Veränderungen unserer Mikroflora. Nicht nur die Zusammensetzung ändert sich, auch die so wichtige Vielfalt des bakteriellen Lebens geht verloren. Zwar beginnt die Darmflora etwa eine Woche nach Absetzen des Antibiotikums wieder, sich zu regenerieren, aber in den meisten Fällen war die Komposition der Darmkeime auch Monate, manchmal sogar Jahre nach dem Ende anders als vor der Antibiotikabehandlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Effekte einer Antibiotikatherapie im frühen Kindesalter scheinen die Ergebnisse der Mäusestudien zu bestätigen. Das Forscherteam stellte nämlich fest, dass Kinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten ein Antibiotikum erhielten, mit drei Jahren häufiger übergewichtig waren. Auch Schulkinder hatten häufiger mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, wenn sie sehr früh die Medikamente bekamen. Die frühe Kindheit scheint ein besonders sensibles Zeitfenster für die Ausbildung einer gesunden und „schlanken“ Darmflora zu sein. Offensichtlich werden durch die Antibiotikagabe im zarten Alter wichtige Weichen fürs spätere Leben gestellt, die Übergewicht begünstigen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Antibiotika begünstigen Übergewicht auch im Erwachsenenalter</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Doch selbst Erwachsene, die übe rein sehr viel stabileres Mikrobiom verfügen, können nach einer länger dauernden Antibiotikatherapie an Gewicht zu legen. Das gilt vor allem dann, wenn ein Antibiotikum verwendet wurde, das besonders wirksam gegen Keime im Darm vorgeht. So nahm das Risiko für Übergewicht nach einer sechswöchigen Behandlung mit solchen Antibiotika deutlich zu. 48 Männer erhielten eine Antibiotikakombination. 48 gleichaltrige Männer ohne Infektion und Antibiotikagabe dienten als Vergleichsgruppe. In der mit Antibiotika behandelten Gruppe stieg das Gewicht stark und deutlich an. Nach einem Jahr hatten 17 Patienten aus der Antibiotikagruppe ihren Body-Mass-Index um mehr als 10 Prozent gesteigert, fünf der mit Antibiotika behandelten Patienten wurden sogar fettleibig. Jedoch nur ein Teilnehmer aus der Vergleichsgruppe nahm deutlich an Gewicht zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Untersuchungen belegen recht anschaulich, welche langfristigen Auswirkungen Antibiotika haben können. Deshalb muss man zwar keine Angst vor einer Therapie mit diesen Medikamenten haben, aber deren Einsatz vielleicht doch im Einzelfall gut überdenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Folgende Punkte sollten bei der Einnahme deshalb unbedingt beachtet werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Antibiotika nur dann einnehmen, wenn Ihr Arzt es Ihnen dringend rät. Nicht jedem Kratzen im Hals, nicht jeder Erkältung muss man gleich mit schwerem Geschütz entgegentreten. Wichtig ist, dass Sie Ihren Abwehrkräften die Chance geben, mit den Krankheitserregern fertigzuwerden.</li>



<li>Päppeln Sie nach einer notwendigen Antibiotikatherapie Ihre Darmbakterien ganz besonders gut auf. Verzehren Sie vor allem solche Nahrungsmittel, die das <a href="https://schlank-mit-darm.de/wie-lassen-sich-fehlende-bakterien-im-darm-vermehren/">Wachstum der guten Bakterien fördern</a>. </li>



<li>Eventuell ist es auch sinnvoll, die Gruppe der guten Darmbakterien durch ein pro- oder synbiotisches Präparat, also ein Medikament, das lebende Darmbakterien und möglichst auch präbiotische Ballaststoffe enthält, zu stärken. Für jede Woche Antibiotikaeinnahme sollten Sie mindestens einen Monat die Darmflora aufbauen.</li>



<li>Bevorzugen Sie Biofleisch. Auch wenn es manchmal erheblich teurer ist, hat es doch seine Berechtigung. Selbst kleine Antibiotikaspuren, die in konventionellem Fleisch toleriert werden, können Auswirkungen auf die Darmflora haben.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Quellen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Antonopoulos, Dionysios, A.; Huse, Susan, M.; Morrison, Hilary, G.; Schmidt, Thomas, M.; Sogin, Mitchell, L.; Young, Vincent, B.: Reproducible community dynamics of the gastrointestinal microbiota following antibiotic perturbation. In: Infection and Immunity 77 (2009) 6. S. 2367 – 2375 <a href="https://iai.asm.org/content/77/6/2367">https://iai.asm.org/content/77/6/2367</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dardas, Majd; Gill, Steven, R.; Grier, Alex; Pryhuber, Gloria, S.; Gill, Ann, L.; Lee, Yi – Horng; Guillet, Ronnie: The impact of postnatal antibiotics on the preterm intestinal microbiome. In: Pediatric Research 76 (2014) 2, S. 150 – 158 vii &nbsp;<a href="https://www.nature.com/articles/pr201469?proof=true1">https://www.nature.com/articles/pr201469?proof=true1</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dethlefsen, Les; Relman, David, A.: Incomplete recovery and individualized responses of the human distal gut microbiota to repeated antibiotic pertubation. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 108 (2011) 1, S. 4554 – 4561 <a href="https://www.pnas.org/content/108/Supplement_1/4554">https://www.pnas.org/content/108/Supplement_1/4554</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Korpela, K.; Zijmans, M., A., C.; Kuitunen, M.; Kukkonen, K.; Savilahti, E.; Salonen, A.; de Weerth, C.; de Vos, W., M.: Childhood BMI in relation to microbiota in infancy and lifetime antibiotic use. In: Microbiome 5 (2017) 1, S. 1 – 9 <a href="https://microbiomejournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40168-017-0245-y">https://microbiomejournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40168-017-0245-y</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Robinson, Courtney, J.; Young, Vincent, B.: Antibiotic administration alters the com-munity structure of the gastrointestinal microbiota. In: Gut Microbes 1 (2010) 4, S. 279 – 284 <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2954510/">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2954510/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/antibiotika-veraendern-darmflora-und-beguenstigen-uebergewicht/">Antibiotika verändern Darmflora und begünstigen Übergewicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine gesunde Darmflora gibt Übergewicht keine Chance</title>
		<link>https://schlank-mit-darm.de/eine-gesunde-darmflora-gibt-uebergewicht-keine-chance/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilemira]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2020 10:11:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles Darmgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Darmbakterien]]></category>
		<category><![CDATA[Darmflora]]></category>
		<category><![CDATA[Diät]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://schlank-mit-darm.de/?p=1292</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zu viele Pfunde machen hierzulande jedem zweiten das Leben schwer. Zum Jahresanfang, im Frühjahr oder vor der Bikinisaison werden dann die Bemühungen, Übergewicht zu verlieren, noch mal verstärkt. Laut einer Studie der Techniker Krankenkassen hat jede zweite Frau und jeder vierte Mann schon einmal versucht, mit Hilfe einer Diät abzuspecken. Meistens ohne langfristigen Erfolg. Mindestens sechzig Prozent der Diäten – manche Studien sprechen auch von achtzig Prozent – scheitern und nach wenigen Wochen zeigt die Waage wieder das gleiche Gewicht wie zuvor oder sogar noch mehr. Denn einfach nur weniger essen reicht nicht aus! Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Wer dauerhaft abnehmen möchte, muss sich um seine Darmflora kümmern. Denn unsere 100 Billionen Darmkeime tragen entscheidend zur Ausnutzung unserer Nahrung und zur Kalorienaufnahme bei. Darmflora beeinflusst Gewicht Mitte der 2000er Jahre kam erstmals der Verdacht auf, dass es – neben weniger essen und mehr bewegen &#8211; noch weitere Einflussfaktoren geben muss, die an unserer Gewichtsschraube drehen. Amerikanische Forscher stellten fest, dass keimfreie Mäuse magerer waren und weniger Körperfett aufwiesen als Mäuse, die eine herkömmliche Darmflora besaßen. Wurden die keimfreien Nager nun mit normalen Darmbakterien besiedelt, nahmen sie innerhalb von zwei Wochen deutlich an Gewicht zu, der Körperfettwert stieg ebenso wie der Blutzuckerspiegel. Das erstaunliche: Die Mäuse fraßen nicht mehr &#8211; tatsächlich fraßen sie sogar weniger. Hier kam erstmals der Verdacht auf, dass die Anwesenheit oder Abwesenheit von Darmbakterien unser Gewicht entscheidend beeinflussen könnte. Kommt Ihnen das eventuell auch bekannt vor? Nicht nur bei Mäusen, auch bei unseren Mitmenschen gibt es solche, die bessere Futterverwerter sind. Denen es schwerfällt, ihr Gewicht zu halten, obwohl sie immer wieder behaupten, sie würden doch gar nicht mehr essen als andere. Dass das keine faule Ausrede für mangelnde Selbstbeherrschung sein muss, sondern dass Übergewicht tatsächlich in einer veränderten Darmflora begründet sein kann, belegt die aktuelle Mikrobiomforschung. Denn offensichtlich gibt es tatsächlich deutliche Unterschiede in der Zusammensetzung der Darmflora zwischen guten und schlechten „Futterverwertern“.&#160; Darmflora als Schaltstelle für Fettdepots Darauf stieß ein Forscherteam um den Biologen Jeffrey Gordon in den Laboren der Washington Universität in St. Louis. Vergleiche der Darmflora von fettleibigen Mäusen und ihren mageren Geschwistern sowie von adipösen und schlanken menschlichen Probanden belegen, dass bei Adipositas das Verhältnis der beiden dominierenden Bakterienstämme Bacteroidetes und Firmicutes in Schieflage gerät. Der Mikrobenmix ist dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht wir unser Essen ausnutzen und wie viele Kalorien und Nährstoffe aus der Nahrung gezogen werden. Überschüssige Energie wird an die Leber abgegeben und schließlich in Fett umgewandelt und an Bauch, Po und Hüften abgelagert. Die Darmflora gilt mittlerweile als wichtige Schaltstelle für Energiegewinnung und Bildung von Fettdepots. Übergewicht durch bessere Nahrungsverwertung Vor allem die Gruppe der Firmicutes kann selbst aus eigentlich unverdaulichen Nahrungsbestandteilen noch beträchtliche Mengen an Energie rausholen. Steigt die Zahl der Firmicuten an, dann werden mehr Kohlenhydrate von der Darmschleimhaut resorbiert und zunächst in den Körper und dann auf die Hüften geschleust. Nimmt die Zahl dieser „Moppelbakterien“ nur um 20 % zu, dann werden Tag für Tag 10 % mehr Kalorien in den Körper geschleust. Das hört sich zunächst nicht viel an, summiert sich aber im Laufe eines Jahres auf rund acht zusätzliche Kilos. Gleichzeitig geht mit steigenden Pfunden die bakterielle Vielfalt im Verdauungstrakt verloren. Inzwischen weiß man, dass das Mikrobiome bei Übergewichtigen viele Enzyme produzieren kann, die die für den Menschen unverdauliche Polysaccharide abbauen und uns auf diese Weise „helfen“, aus wenig Nahrung viel Energie zu gewinnen. In Zeiten von Hungersnöten und Missernten ein klarer Überlebensvorteil. Heute aber eher unerwünscht. Mangelnde bakterielle Vielfalt bei Übergewicht Doch es existieren noch weitere Merkmale, in denen sich ein „dickes“ von einem „schlanken“ Mikrobiom unterscheidet. Menschen mit Gewichtsproblemen besitzen meistens eine zu geringe Vielfalt der Darmflora, das heißt die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft ist eintönig und es fehlen zahlreiche gesundheitsförderliche Bakterien oder diese sind unterrepräsentiert. Bei vielen Übergewichtigen findet man deshalb nur wenige Bifidobakterien im Darm und auch die Schleimhaut regenerierenden „Akkermansia muciniphilia“ fehlen. Aktuelle Studien konnten Zusammenhänge herstellen zwischen einer hohen Zahl an Akkermansiabakterien und einem geringen Körpergewicht, einem niedrigeren Körperfettanteil, einem geringeren Risiko für Zuckerkrankheit und metabolischem Syndrom nachweisen. Übergewicht lässt sich „verpflanzen“ Nun stellt sich die Frage nach der Henne und dem Ei. Haben Übergewichtige eine andere Darmflora, weil sie sich anders ernähren, häufiger zu Fastfood und Süßigkeiten greifen? Oder tragen die Mikroorganismen im Darm tatsächlich die Schuld, wenn man die Pfunde nicht mehr loswird? Antworten darauf gab die Übertragung von Kotpellets übergewichtiger Mäuse auf ihre schlanken Artgenossen. Innerhalb kürzester Zeit legten diese – bei gleichem Futter – deutlich an Gewicht zu. Um genetische Faktoren auszuschließen, suchte man nun menschliche Zwillingspaare, von denen einer schlank war und der andere zu Übergewicht neigte und transferierte deren Darmkeime auf zwei Gruppen schlanker Mäuse. Wie erwartet wurden die Tiere mit dem „dicken“ Mikrobiom rasch adipös, die anderen futterten die gleiche Menge Körner und blieben dennoch rank und schlank.&#160; Ist die Darmflora schuld am Jojo-Effekt? Der berüchtigte Jojo-Effekt, das Auf und Ab des Gewichts durch wiederholte Diäten, hat schon so manche Bemühungen um die Bikinifigur zunichte gemacht. Auch hier spielt die Darmflora eine wichtige Rolle, wie eine aktuelle Untersuchung des israelischen Weizmann Institute of Science in Rehovot nahe. Die Wissenschaftler verabreichten zu Übergewicht neigenden Mäusen erst fettreiche Kost, setzten sie anschließend eine Zeit lang auf eine kalorienreduzierte Diät und gaben ihnen dann wieder normales Futter. Kommt Ihnen das bekannt vor? Möglicherweise schon, denn das ist genau das Ernährungsverhalten, das auch viele Menschen mit Übergewicht an den Tag legen. Auch die Mäuse zeigten sehr bald den typischen Jojo-Effekt und nahmen nach wiederholten Diäten rasch wieder zu. Veränderungen im Stoffwechsel, die man jahrelang für die eigentlichen Schuldigen dieser „Gewichtsachterbahn“ gehalten hatte, konnten nach umfangreichen Tests als Ursache ausgeschlossen werden. Obwohl die ehemals fettleibigen Nager nach dem Diätprogramm äußerlich schlank waren, ließen sich bei einer Untersuchung des Mäusekots noch immer Störungen in der Bakterienzusammensetzung feststellen. Sobald die Mäuse wieder ihre normalen Körner fraßen, zogen diese Moppelbakterien erneut extrem viele Kalorien aus dem Futter und packten es den Tieren auf die Hüften. Die Wissenschaftler stellten fest, dass es mindestens 5 bis 6 Monate mit gesunder und ausgewogener Ernährung bedarf, bis auch die Darmflora auf schlank programmiert ist. Und das „Gewichts-Auf-und-Ab“ lässt sich sogar mit Hilfe der Darmbakterien von Maus zu Maus übertragen. Erhielten schlanke Nager mittels Kotpellets die Darmflora der ehemals dicken Diätmäuse, so stellte sich auch bei ihnen der gefürchtete Jojo-Effekt ein – obwohl sie selbst bis dahin keine Fastenkur durchlebt hatten. So lässt sich das Gewicht über den Darm beeinflussen Wer langfristig abnehmen und das Gewicht auf Dauer halten möchte, der muss sich deshalb gut um seine Darmbakterien kümmern. Ob man zu viele Moppelbakterien und zu wenige „rank-und-schlank“-Keime im Darm hat, lässt sich mit einer einfachen Stuhluntersuchung testen Die Vielfalt der Darmbakterien lässt sich auch durch synbiotische Nahrungsergänzungsmittel, also solche, die probiotische Bakterien und präbiotische Ballaststoffe enthalten. Ideal sind Produkte, die viele Keime (15 bis 25 Mrd. Bakterien pro Tagesdosis) enthalten Prinzipiell ist es wichtig, die Vielfalt der Darmflora zu fördern. Dazu ist es wichtig, auch vielfältig zu essen. Wichtige, bakterienfreundliche Nahrungsmittel sind Gemüse, Obst, Nüsse, pflanzliche Öle und Fisch Besonders gut entwickeln sich Darmbakterien, wenn wir präbiotische Ballaststoffe zu uns nehmen. Diese sind unter anderem enthalten in Haferflocken, Hülsenfrüchten, Spargel, Pastinaken, Zwiebeln und Lauch Hier gibt es ein 6-Wochen-Programm, das die Darmflora verbessern kann und eine dauerhafte Gewichtsreduktion wirkungsvoll unterstützt. Wer noch weitere darmfreundliche Rezepte sucht, der sollte mal einen Blick ins Schlank mit Darm Kochbuch werfen Quellen Bäckhed, F. et al. The gut microbiota as an environmental factor that regulates fat storage. Proc. Natl Acad. Sci. USA 101, 15718–15723 (2004). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15505215?dopt=Abstract Turnbaugh, P. J. et al. An obesity-associated gut microbiome with increased capacity for energy harvest. Nature 444, 1027–1031 (2006). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183312?dopt=Abstract Ley, R. E., Turnbaugh, P. J., Klein, S. &#38; Gordon, J. I. Microbial ecology: Human gut microbes associated with obesity. Nature 444, 1022–1023 (2006). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183309?dopt=Abstract Turnbaugh, P. J. et al. A core gut microbiome in obese and lean twins. Nature 457, 480–484 (2009). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2677729/ Thaiss, C. A. et al. Persistent microbiome alterations modulate the rate of post-dieting weight regain. Nature 540, 544–551 (2016). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27906</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/eine-gesunde-darmflora-gibt-uebergewicht-keine-chance/">Eine gesunde Darmflora gibt Übergewicht keine Chance</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zu viele Pfunde machen hierzulande jedem zweiten das Leben schwer. Zum Jahresanfang, im Frühjahr oder vor der Bikinisaison werden dann die Bemühungen, Übergewicht zu verlieren, noch mal verstärkt. Laut einer Studie der Techniker Krankenkassen hat jede zweite Frau und jeder vierte Mann schon einmal versucht, mit Hilfe einer Diät abzuspecken. Meistens ohne langfristigen Erfolg. Mindestens sechzig Prozent der Diäten – manche Studien sprechen auch von achtzig Prozent – scheitern und nach wenigen Wochen zeigt die Waage wieder das gleiche Gewicht wie zuvor oder sogar noch mehr. Denn einfach nur weniger essen reicht nicht aus! Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Wer dauerhaft abnehmen möchte, muss sich um seine Darmflora kümmern. Denn unsere 100 Billionen Darmkeime tragen entscheidend zur Ausnutzung unserer Nahrung und zur Kalorienaufnahme bei. </p>



<span id="more-1292"></span>



<h4 class="wp-block-heading">Darmflora beeinflusst Gewicht</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte der 2000er Jahre kam erstmals der Verdacht auf, dass es – neben weniger essen und mehr bewegen &#8211; noch weitere Einflussfaktoren geben muss, die an unserer Gewichtsschraube drehen. Amerikanische Forscher stellten fest, dass keimfreie Mäuse magerer waren und weniger Körperfett aufwiesen als Mäuse, die eine herkömmliche <a href="https://schlank-mit-darm.de/kennen-sie-ihre-darmflora-wenn-nein-dann-machen-sie-den-darmtest/">Darmflora</a> besaßen. Wurden die keimfreien Nager nun mit normalen Darmbakterien besiedelt, nahmen sie innerhalb von zwei Wochen deutlich an Gewicht zu, der Körperfettwert stieg ebenso wie der Blutzuckerspiegel. Das erstaunliche: Die Mäuse fraßen nicht mehr &#8211; tatsächlich fraßen sie sogar weniger. Hier kam erstmals der Verdacht auf, dass die Anwesenheit oder Abwesenheit von Darmbakterien unser Gewicht entscheidend beeinflussen könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt Ihnen das eventuell auch bekannt vor? Nicht nur bei
Mäusen, auch bei unseren Mitmenschen gibt es solche, die bessere Futterverwerter
sind. Denen es schwerfällt, ihr Gewicht zu halten, obwohl sie immer wieder
behaupten, sie würden doch gar nicht mehr essen als andere. Dass das keine
faule Ausrede für mangelnde Selbstbeherrschung sein muss, sondern dass
Übergewicht tatsächlich in einer veränderten Darmflora begründet sein kann, belegt
die aktuelle Mikrobiomforschung. Denn offensichtlich gibt es tatsächlich
deutliche Unterschiede in der Zusammensetzung der Darmflora zwischen guten und
schlechten „Futterverwertern“.&nbsp; </p>



<h4 class="wp-block-heading">Darmflora als Schaltstelle für Fettdepots</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf stieß ein Forscherteam um den Biologen Jeffrey Gordon
in den Laboren der Washington Universität in St. Louis. Vergleiche der
Darmflora von fettleibigen Mäusen und ihren mageren Geschwistern sowie von
adipösen und schlanken menschlichen Probanden belegen, dass bei Adipositas das
Verhältnis der beiden dominierenden Bakterienstämme Bacteroidetes und
Firmicutes in Schieflage gerät. Der Mikrobenmix ist dafür verantwortlich, wie
gut oder schlecht wir unser Essen ausnutzen und wie viele Kalorien und Nährstoffe
aus der Nahrung gezogen werden. Überschüssige Energie wird an die Leber
abgegeben und schließlich in Fett umgewandelt und an Bauch, Po und Hüften
abgelagert. Die Darmflora gilt mittlerweile als wichtige Schaltstelle für
Energiegewinnung und Bildung von Fettdepots. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Übergewicht durch bessere Nahrungsverwertung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem die Gruppe der Firmicutes kann selbst aus
eigentlich unverdaulichen Nahrungsbestandteilen noch beträchtliche Mengen an
Energie rausholen. Steigt die Zahl der Firmicuten an, dann werden mehr
Kohlenhydrate von der Darmschleimhaut resorbiert und zunächst in den Körper und
dann auf die Hüften geschleust. Nimmt die Zahl dieser „Moppelbakterien“ nur um
20 % zu, dann werden Tag für Tag 10 % mehr Kalorien in den Körper geschleust.
Das hört sich zunächst nicht viel an, summiert sich aber im Laufe eines Jahres
auf rund acht zusätzliche Kilos. Gleichzeitig geht mit steigenden Pfunden die
bakterielle Vielfalt im Verdauungstrakt verloren. Inzwischen weiß man, dass das
Mikrobiome bei Übergewichtigen viele Enzyme produzieren kann, die die für den
Menschen unverdauliche Polysaccharide abbauen und uns auf diese Weise „helfen“,
aus wenig Nahrung viel Energie zu gewinnen. In Zeiten von Hungersnöten und
Missernten ein klarer Überlebensvorteil. Heute aber eher unerwünscht. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Mangelnde bakterielle Vielfalt bei Übergewicht</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Doch es existieren noch weitere Merkmale, in denen sich ein
„dickes“ von einem „schlanken“ Mikrobiom unterscheidet. Menschen mit
Gewichtsproblemen besitzen meistens eine zu geringe Vielfalt der Darmflora, das
heißt die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft ist eintönig und es fehlen
zahlreiche gesundheitsförderliche Bakterien oder diese sind unterrepräsentiert.
Bei vielen Übergewichtigen findet man deshalb nur wenige Bifidobakterien im
Darm und auch die Schleimhaut regenerierenden „Akkermansia muciniphilia“
fehlen. Aktuelle Studien konnten Zusammenhänge herstellen zwischen einer hohen
Zahl an Akkermansiabakterien und einem geringen Körpergewicht, einem
niedrigeren Körperfettanteil, einem geringeren Risiko für Zuckerkrankheit und
metabolischem Syndrom nachweisen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Übergewicht lässt sich „verpflanzen“</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nun stellt sich die Frage nach der Henne und dem Ei. Haben
Übergewichtige eine andere Darmflora, weil sie sich anders ernähren, häufiger
zu Fastfood und Süßigkeiten greifen? Oder tragen die Mikroorganismen im Darm
tatsächlich die Schuld, wenn man die Pfunde nicht mehr loswird? Antworten
darauf gab die Übertragung von Kotpellets übergewichtiger Mäuse auf ihre
schlanken Artgenossen. Innerhalb kürzester Zeit legten diese – bei gleichem
Futter – deutlich an Gewicht zu. Um genetische Faktoren auszuschließen, suchte
man nun menschliche Zwillingspaare, von denen einer schlank war und der andere
zu Übergewicht neigte und transferierte deren Darmkeime auf zwei Gruppen
schlanker Mäuse. Wie erwartet wurden die Tiere mit dem „dicken“ Mikrobiom rasch
adipös, die anderen futterten die gleiche Menge Körner und blieben dennoch rank
und schlank.&nbsp; </p>



<h4 class="wp-block-heading">Ist die Darmflora schuld am Jojo-Effekt?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der berüchtigte Jojo-Effekt, das Auf und Ab des Gewichts
durch wiederholte Diäten, hat schon so manche Bemühungen um die Bikinifigur
zunichte gemacht. Auch hier spielt die Darmflora eine wichtige Rolle, wie eine
aktuelle Untersuchung des israelischen Weizmann Institute of Science in Rehovot
nahe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler verabreichten zu Übergewicht neigenden
Mäusen erst fettreiche Kost, setzten sie anschließend eine Zeit lang auf eine
kalorienreduzierte Diät und gaben ihnen dann wieder normales Futter. Kommt
Ihnen das bekannt vor? Möglicherweise schon, denn das ist genau das
Ernährungsverhalten, das auch viele Menschen mit Übergewicht an den Tag legen.
Auch die Mäuse zeigten sehr bald den typischen Jojo-Effekt und nahmen nach
wiederholten Diäten rasch wieder zu. Veränderungen im Stoffwechsel, die man
jahrelang für die eigentlichen Schuldigen dieser „Gewichtsachterbahn“ gehalten
hatte, konnten nach umfangreichen Tests als Ursache ausgeschlossen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die ehemals fettleibigen Nager nach dem Diätprogramm
äußerlich schlank waren, ließen sich bei einer Untersuchung des Mäusekots noch
immer Störungen in der Bakterienzusammensetzung feststellen. Sobald die Mäuse
wieder ihre normalen Körner fraßen, zogen diese Moppelbakterien erneut extrem
viele Kalorien aus dem Futter und packten es den Tieren auf die Hüften. Die
Wissenschaftler stellten fest, dass es mindestens 5 bis 6 Monate mit gesunder
und ausgewogener Ernährung bedarf, bis auch die Darmflora auf schlank
programmiert ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das „Gewichts-Auf-und-Ab“ lässt sich sogar mit Hilfe der
Darmbakterien von Maus zu Maus übertragen. Erhielten schlanke Nager mittels
Kotpellets die Darmflora der ehemals dicken Diätmäuse, so stellte sich auch bei
ihnen der gefürchtete Jojo-Effekt ein – obwohl sie selbst bis dahin keine
Fastenkur durchlebt hatten. </p>



<h4 class="wp-block-heading">So lässt sich das Gewicht über den Darm beeinflussen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wer langfristig abnehmen und das Gewicht auf Dauer halten
möchte, der muss sich deshalb gut um seine Darmbakterien kümmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob man zu viele Moppelbakterien und zu wenige „rank-und-schlank“-Keime im Darm hat, lässt sich mit einer einfachen Stuhluntersuchung testen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vielfalt der Darmbakterien lässt sich auch durch synbiotische Nahrungsergänzungsmittel, also solche, die probiotische Bakterien und präbiotische Ballaststoffe enthalten. Ideal sind Produkte, die viele Keime (15 bis 25 Mrd. Bakterien pro Tagesdosis) enthalten</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prinzipiell ist es wichtig, die Vielfalt der Darmflora zu fördern. Dazu ist es wichtig, auch vielfältig zu essen. Wichtige, bakterienfreundliche Nahrungsmittel sind Gemüse, Obst, Nüsse, pflanzliche Öle und Fisch</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders gut entwickeln sich Darmbakterien, wenn wir präbiotische Ballaststoffe zu uns nehmen. Diese sind unter anderem enthalten in Haferflocken, Hülsenfrüchten, Spargel, Pastinaken, Zwiebeln und Lauch</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier gibt es ein 6-Wochen-Programm, das die Darmflora verbessern kann und eine dauerhafte Gewichtsreduktion wirkungsvoll unterstützt. Wer noch weitere darmfreundliche Rezepte sucht, der sollte mal einen Blick ins Schlank mit Darm Kochbuch werfen </p>



<h4 class="wp-block-heading">Quellen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bäckhed, F. et al. The gut microbiota as an environmental factor that regulates fat storage. Proc. Natl Acad. Sci. USA 101, 15718–15723 (2004). <a aria-label="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15505215?dopt=Abstract (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15505215?dopt=Abstract" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15505215?dopt=Abstract</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Turnbaugh, P. J. et al. An obesity-associated gut microbiome with increased capacity for energy harvest. Nature 444, 1027–1031 (2006). <a aria-label="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183312?dopt=Abstract (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183312?dopt=Abstract" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183312?dopt=Abstract</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ley, R. E., Turnbaugh, P. J., Klein, S. &amp; Gordon, J. I. Microbial ecology: Human gut microbes associated with obesity. Nature 444, 1022–1023 (2006). <a aria-label="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183309?dopt=Abstract (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183309?dopt=Abstract" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183309?dopt=Abstract</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Turnbaugh, P. J. et al. A core gut microbiome in obese and lean twins. Nature 457, 480–484 (2009). <a aria-label="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2677729/ (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2677729/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2677729/</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Thaiss, C. A. et al. Persistent microbiome alterations modulate the rate of post-dieting weight regain. Nature 540, 544–551 (2016). <a aria-label="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27906 (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27906" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27906</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/eine-gesunde-darmflora-gibt-uebergewicht-keine-chance/">Eine gesunde Darmflora gibt Übergewicht keine Chance</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gewichtszunahme beeinflusst Darmkeime</title>
		<link>https://schlank-mit-darm.de/gewichtszunahme-beeinflusst-darmkeime/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilemira]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2019 09:51:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles Darmgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewichtszunahme]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://schlank-mit-darm.de/?p=891</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei einer Zunahme des Körpergewichts verändern sich sowohl die Zusammensetzung der Darmkeime, als auch die Muster tausender Stoffwechselprodukte. Darüber hinaus scheint eine Diabeteserkrankung bestimmte Stoffwechselwege – wie den Schwefelmetabolismus &#8211; zu beeinflussen. Dies haben Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München mittels metabolomischer Analysen untersucht und damit erneut auf die Komplexität des Darmstoffwechsels hingewiesen. Die Ergebnisse sind in den Fachzeitschriften ‚The ISME Journal‘ und ‚The Journal of Proteome Research‘ veröffentlicht. Gewichtszunahme Kommt es zu einer Gewichtszunahme, hat dies auch Folgen für die Stoffwechselleistung sowie die bakterielle Gemeinschaft im Magen-Darm-Trakt. Ein Wissenschaftlerteam vom Helmholtz Zentrum München, der Technischen Universität München und der Universität Wien fand heraus, dass bei Mäusen Übergewicht darauf Einfluss nimmt, wie sich die Darmflora zusammensetzt. Gefördert wurden die Forschungsprojekte durch das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD). Insbesondere interessierte sich das Team um Alesia Walker und Prof. Dr. Philippe Schmitt-Kopplin für die Entdeckung veränderter Stoffwechselprodukte (Metaboliten) im Zusammenhang mit einer Gewichtszunahme. Dazu verglichen sie die Stoffwechselprofile sowie die Diversität und Zusammensetzung der Darmkeime von gesunden bzw. übergewichtigen Mäusen. Nur weniger als zehn Prozent der zu tausenden erfassten Metaboliten sind bekannt und in Datenbanken registriert. Übergewicht und Stoffwechselleistung „Unsere Ergebnisse zeigen, wie komplex der Stoffwechsel reguliert und gesteuert wird und dass Übergewicht die Stoffwechselleistung unmittelbar beeinflusst“, sagt Studienleiter Schmitt-Kopplin. „Unsere Messungen mittels ultrahochauflösender Massenspektrometrie gewähren uns Einblicke in noch nicht beschriebene Stoffwechselveränderungen. Diese geben uns Hinweise darauf, welche molekularen Mechanismen bei Übergewicht zugrunde liegen und zu Folgeerkrankungen beitragen können.“ Diabetes mit veränderten Schwefelverbindungen assoziiert Insbesondere das sogenannte Mikrobiom, die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm, wird seit längerem mit der Entstehung verschiedener Erkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus, in Verbindung gebracht. In einer weiteren Studie konnte die Gruppe um Prof. Dr. Philippe Schmitt-Kopplin zeigen, dass der Stoffwechsel in einem diabetischen Tiermodell insbesondere durch neuartige schwefelhaltige Metabolite charakterisiert ist. „In beiden Studien konnten wir verschiedene Stoffwechselprofile abbilden und sogar teils unbekannte Metaboliten identifizieren – ihre Funktionen wollen wir nun weiter untersuchen, mit besonderem Fokus auf den Schwefelmetabolismus“ erklärt Erstautorin Walker. „Der Vergleich mit den Darmkeimen erlaubt uns darüber hinaus Rückschlüsse auf körpereigene bzw. mikrobielle Stoffwechseleigenschaften.“ Weitere Informationen Original-Publikationen: Walker, A. et al. (2014): Distinct signatures of host–microbial meta-metabolome and gut microbiome in twoQ1 C57BL/6 strains under high-fat diet, The ISME Journal (International Society for Microbial Ecology), doi: 10.1038/ismej.2014.79 &#160;https://www.nature.com/articles/ismej201479 Walker, A. et al. (2014): The importance of sulfur-containing metabolites in discriminating fecal extracts between normal and type 2 diabetic mice, Journal of Proteome Research, doi: 10.1021/pr500046b https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/pr500046b Die Studien wurden gefördert vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD). Kontakt Helmholtz Zentrum München &#8211; Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg, Tel.: +49 89 3187-2238, Mail: presse@helmholtz-muenchen.de</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/gewichtszunahme-beeinflusst-darmkeime/">Gewichtszunahme beeinflusst Darmkeime</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Zunahme des Körpergewichts verändern sich sowohl
die Zusammensetzung der Darmkeime, als auch die Muster tausender
Stoffwechselprodukte. Darüber hinaus scheint eine Diabeteserkrankung bestimmte
Stoffwechselwege – wie den Schwefelmetabolismus &#8211; zu beeinflussen. Dies haben
Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München mittels metabolomischer Analysen
untersucht und damit erneut auf die Komplexität des Darmstoffwechsels
hingewiesen. Die Ergebnisse sind in den Fachzeitschriften ‚The ISME Journal‘
und ‚The Journal of Proteome Research‘ veröffentlicht.</p>



<span id="more-891"></span>



<h4 class="wp-block-heading" style="text-align:center">Gewichtszunahme</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt es zu einer Gewichtszunahme, hat dies auch Folgen für die Stoffwechselleistung sowie die bakterielle Gemeinschaft im Magen-Darm-Trakt. Ein Wissenschaftlerteam vom Helmholtz Zentrum München, der Technischen Universität München und der Universität Wien fand heraus, dass bei Mäusen Übergewicht darauf Einfluss nimmt, wie sich die <a aria-label="Darmflora (öffnet in neuem Tab)" href="https://schlank-mit-darm.de/kennen-sie-ihre-darmflora-wenn-nein-dann-machen-sie-den-darmtest/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Darmflora</a> zusammensetzt. Gefördert wurden die Forschungsprojekte durch das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD). Insbesondere interessierte sich das Team um Alesia Walker und Prof. Dr. Philippe Schmitt-Kopplin für die Entdeckung veränderter Stoffwechselprodukte (Metaboliten) im Zusammenhang mit einer Gewichtszunahme. Dazu verglichen sie die Stoffwechselprofile sowie die Diversität und Zusammensetzung der Darmkeime von gesunden bzw. übergewichtigen Mäusen. Nur weniger als zehn Prozent der zu tausenden erfassten Metaboliten sind bekannt und in Datenbanken registriert. </p>



<h4 class="wp-block-heading" style="text-align:center">Übergewicht und Stoffwechselleistung</h4>



<p class="wp-block-paragraph"> „Unsere Ergebnisse zeigen, wie komplex der Stoffwechsel reguliert und gesteuert wird und dass Übergewicht die Stoffwechselleistung unmittelbar beeinflusst“, sagt Studienleiter Schmitt-Kopplin. „Unsere Messungen mittels ultrahochauflösender Massenspektrometrie gewähren uns Einblicke in noch nicht beschriebene Stoffwechselveränderungen. Diese geben uns Hinweise darauf, welche molekularen Mechanismen bei Übergewicht zugrunde liegen und zu Folgeerkrankungen beitragen können.“ </p>



<h2 class="wp-block-heading">Diabetes mit veränderten Schwefelverbindungen assoziiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Insbesondere das sogenannte Mikrobiom, die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm, wird seit längerem mit der Entstehung verschiedener Erkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus, in Verbindung gebracht. In einer weiteren Studie konnte die Gruppe um Prof. Dr. Philippe Schmitt-Kopplin zeigen, dass der Stoffwechsel in einem diabetischen Tiermodell insbesondere durch neuartige schwefelhaltige Metabolite charakterisiert ist. „In beiden Studien konnten wir verschiedene Stoffwechselprofile abbilden und sogar teils unbekannte Metaboliten identifizieren – ihre Funktionen wollen wir nun weiter untersuchen, mit besonderem Fokus auf den Schwefelmetabolismus“ erklärt Erstautorin Walker. „Der Vergleich mit den Darmkeimen erlaubt uns darüber hinaus Rückschlüsse auf körpereigene bzw. mikrobielle Stoffwechseleigenschaften.“ </p>



<h4 class="wp-block-heading" style="text-align:center">Weitere Informationen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Original-Publikationen:<br> Walker, A. et al. (2014): Distinct signatures of host–microbial meta-metabolome and gut microbiome in twoQ1 C57BL/6 strains under high-fat diet, The ISME Journal (International Society for Microbial Ecology), doi: 10.1038/ismej.2014.79 &nbsp;<a aria-label="https://www.nature.com/articles/ismej201479 (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.nature.com/articles/ismej201479" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.nature.com/articles/ismej201479</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Walker, A. et al. (2014): The importance of sulfur-containing metabolites in discriminating fecal extracts between normal and type 2 diabetic mice, Journal of Proteome Research, doi: 10.1021/pr500046b <a aria-label="https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/pr500046b (öffnet in neuem Tab)" href="https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/pr500046b" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/pr500046b</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studien wurden gefördert vom Deutschen Zentrum für
Diabetesforschung (DZD). </p>



<h4 class="wp-block-heading">Kontakt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Helmholtz Zentrum München &#8211; Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg, Tel.: +49 89 3187-2238, Mail: presse@helmholtz-muenchen.de</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/gewichtszunahme-beeinflusst-darmkeime/">Gewichtszunahme beeinflusst Darmkeime</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich zähle zu den guten „Futterverwertern“.</title>
		<link>https://schlank-mit-darm.de/ich-zaehle-zu-den-guten-futterverwertern-ich-muss-ein-stueck-kuchen-nur-anschauen-und-schon-nehme-ich-zu-meine-freundin-kann-essen-so-viel-sie-will-und-hat-keine-gewichtsprobleme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilemira]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2015 19:09:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leserfragen Darmgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Darmflora]]></category>
		<category><![CDATA[Darmkeime]]></category>
		<category><![CDATA[Hormone]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhltransplantation]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://schlank-mit-darm.de/?p=46</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich muss ein Stück Kuchen nur anschauen und schon nehme ich zu. Meine Freundin kann essen so viel sie will und hat keine Gewichtsprobleme. Woran liegt das? Seit einigen Jahren weiß man, dass es tatsächlich Menschen gibt, die „gute Futterverwerter“ sind. Der Grund liegt an einer anderen Zusammensetzung der Darmbakterien als bei schlanken Menschen. Die Darmflora Übergewichtiger ist häufig nicht so vielfältig wie die von Schlanken, d.h. man findet nicht so viele unterschiedliche Bakterienstämme. Nun könnte man natürlich fragen: was ist die Henne und was das Ei? Unterscheidet sich die Darmflora, weil die beiden Personengruppen sich unterschiedlich ernähren oder ist die Darmflora selber für das Übergewicht verantwortlich. Dass es offensichtlich wirklich an den Keimen liegt, wenn wir schneller zunehmen, zeigen verschiedene Versuche. Überträgt man Mäusen die Darmkeime Übergewichtiger, nehmen sie rasch zu, mit den Darmkeimen schlanker Menschen bleiben die Nager schlank – und das bei gleichem Futter. Auch beim Menschen konnte man feststellen, dass schlanke Personen, die aufgrund einer Erkrankung eine Stuhltransplantation von einem Übergewichtigen erhielten, plötzlich rasant zunahmen und kaum Möglichkeiten hatten – trotz Sport und Diät – die Pfunde wieder zu verlieren. Warum bestimmte Keime uns schneller Pfunde auf die Hüften packen, hat mehrere Gründe. Zum einen bestimmt die Zusammensetzung der Keime, wie viele Kalorien aus dem Essen in den Körper wandern. Eine „dicke Darmflora“ führt dem Körper Tag für Tag 150 bis 200 Kalorien mehr zu. Übers Jahr summiert sich das zu 10 Kilo zusätzlichem Gewicht, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Zum anderen können Darmzellen mit Hilfe der Darmkeime Hormone bilden. Je nach Zusammensetzung der Darmkeime werden mehr oder weniger sättigende Hormone ausgeschüttet. Studien haben zudem gezeigt, dass auch die Geschmacksnerven von den Bakterien beeinflusst werden können. Dadurch steuern die Darmkeime auch unseren Appetit auf bestimmte (ungesunde) Lebensmittel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/ich-zaehle-zu-den-guten-futterverwertern-ich-muss-ein-stueck-kuchen-nur-anschauen-und-schon-nehme-ich-zu-meine-freundin-kann-essen-so-viel-sie-will-und-hat-keine-gewichtsprobleme/">Ich zähle zu den guten „Futterverwertern“.</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://schlank-mit-darm.de/wp-content/uploads/2017/04/smd-Darmgesundheit.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-200 size-full" src="https://schlank-mit-darm.de/wp-content/uploads/2017/04/smd-Darmgesundheit.jpg" alt="" width="630" height="420" srcset="https://schlank-mit-darm.de/wp-content/uploads/2017/04/smd-Darmgesundheit.jpg 630w, https://schlank-mit-darm.de/wp-content/uploads/2017/04/smd-Darmgesundheit-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 630px) 100vw, 630px" /></a></p>
<p class="wp-caption-dd">Ich muss ein Stück Kuchen nur anschauen und schon nehme ich zu. Meine Freundin kann essen so viel sie will und hat keine Gewichtsprobleme. Woran liegt das?<br />
Seit einigen Jahren weiß man, dass es tatsächlich Menschen gibt, die „gute Futterverwerter“ sind. Der Grund liegt an einer anderen Zusammensetzung der Darmbakterien als bei schlanken Menschen. Die Darmflora Übergewichtiger ist häufig nicht so vielfältig wie die von Schlanken, d.h. man findet nicht so viele unterschiedliche Bakterienstämme. Nun könnte man natürlich fragen: was ist die Henne und was das Ei? Unterscheidet sich die Darmflora, weil die beiden Personengruppen sich unterschiedlich ernähren oder ist die Darmflora selber für das Übergewicht verantwortlich.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-46"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Dass es offensichtlich wirklich an den Keimen liegt, wenn wir schneller zunehmen, zeigen verschiedene Versuche. Überträgt man Mäusen die Darmkeime Übergewichtiger, nehmen sie rasch zu, mit den Darmkeimen schlanker Menschen bleiben die Nager schlank – und das bei gleichem Futter. Auch beim Menschen konnte man feststellen, dass schlanke Personen, die aufgrund einer Erkrankung eine Stuhltransplantation von einem Übergewichtigen erhielten, plötzlich rasant zunahmen und kaum Möglichkeiten hatten – trotz Sport und Diät – die Pfunde wieder zu verlieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum bestimmte Keime uns schneller Pfunde auf die Hüften packen, hat mehrere Gründe. Zum einen bestimmt die Zusammensetzung der Keime, wie viele Kalorien aus dem Essen in den Körper wandern. Eine „dicke Darmflora“ führt dem Körper Tag für Tag 150 bis 200 Kalorien mehr zu. Übers Jahr summiert sich das zu 10 Kilo zusätzlichem Gewicht, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Zum anderen können Darmzellen mit Hilfe der Darmkeime Hormone bilden. Je nach Zusammensetzung der Darmkeime werden mehr oder weniger sättigende Hormone ausgeschüttet. Studien haben zudem gezeigt, dass auch die Geschmacksnerven von den Bakterien beeinflusst werden können. Dadurch steuern die Darmkeime auch unseren Appetit auf bestimmte (ungesunde) Lebensmittel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/ich-zaehle-zu-den-guten-futterverwertern-ich-muss-ein-stueck-kuchen-nur-anschauen-und-schon-nehme-ich-zu-meine-freundin-kann-essen-so-viel-sie-will-und-hat-keine-gewichtsprobleme/">Ich zähle zu den guten „Futterverwertern“.</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
