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	<title>Leserfragen Darmgesundheit - Gesund mit Darm</title>
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	<description>Darmgesundheit, Darmflora, Mikrobiom</description>
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	<title>Leserfragen Darmgesundheit - Gesund mit Darm</title>
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		<title>Wie sieht eine Darm-Diät aus?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lilemira]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Feb 2023 14:08:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles Darmgesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Darmflora gilt mittlerweile als wichtige Schaltstelle für Energiegewinnung, Stoffwechsel und Bildung von Fettdepots. Wer langfristig abnehmen möchte, sollte mit einer Darm-Diät, also einer darmfreundlichen, präbiotikareichen Ernährung das Mikrobiom wieder in Balance bringen. Studien konnten zeigen, dass auch bestimmte Milchsäurebakterien wie Lactobacillus gasseri, Lactobacillus plantarum, Lactobacillus rhamnosum sowie Bifidobakterien und andere probiotische Bakterien eine Gewichtsabnahme unterstützen können. Wie nehme ich mit einer „Darm-Diät“ ab? Unsere Darmflora entscheidet darüber, ob wir eher gute oder schlechte „Futterwerter“ sind. Vor allem die Gruppe der Firmicutes kann selbst aus eigentlich unverdaulichen Nahrungsbestandteilen noch beträchtliche Mengen an Energie rausholen. Steigt die Zahl der Firmicuten an, dann werden mehr Kohlenhydrate von der Darmschleimhaut resorbiert und zunächst in den Körper und dann auf die Hüften geschleust. Nimmt die Zahl dieser „Moppelbakterien“ nur um 20% zu, dann werden Tag für Tag 10% mehr Kalorien in den Körper geschleust. Das hört sich zunächst nicht viel an, summiert sich aber im Lauf eines Jahres auf rund acht zusätzliche Kilos! Gleichzeitig geht mit steigenden Pfunden die bakterielle Vielfalt im Verdauungstrakt verloren. Inzwischen weiß man, dass die Darmflora bei Übergewichtigen viele Enzyme produzieren kann, die die für den Menschen unverdauliche Polysaccharide abbauen und uns auf diese Weise „helfen“, aus wenig Nahrung viel Energie zu gewinnen. In Zeiten von Hungersnöten und Missernten ein klarer Überlebensvorteil – heute aber eher unerwünscht. Bifidobakterien und Lactobazillen unterstützen die Darm-Diät Daneben besitzen Menschen mit Gewichtsproblemen meistens auch eine zu geringe Vielfalt der Darmflora, das heißt die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft ist eintönig. Doch es existieren noch weitere Merkmale, in denen sich ein „dickes“ von einem „schlanken“ Mikrobiom unterscheidet. Menschen mit Gewichtsproblemen besitzen meistens eine zu geringe Vielfalt der Darmflora, das heißt, die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft ist eintönig und ihnen fehlen zahlreiche gewichtsregulierende Bakterien oder diese sind unterrepräsentiert. Bei vielen Übergewichtigen besteht ein Mangel an&#160;Bifidobakterien&#160;im Darm. Bifidobakterien lassen sich direkt mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln zuführen. Auch Keime mit so schönen Namen&#160;wie „Faecalbacterium prausnitzii“ oder „Akkermansia muciniphilia“&#160;fehlen. Aktuelle Studien konnten Verbindungen herstellen zwischen einer hohen Zahl dieser Bakterien und einem geringen Körpergewicht, einem niedrigeren Körperfettanteil, einem geringeren Risiko für Zuckerkrankheit und metabolischem Syndrom. Leider gibt es derzeit noch kein Nahrungsergänzungsmittel, mit dem man diesen Keim direkt zuführen kann. Bisher werden Akkermansiabakterien nur unter bestimmten Laborbedingungen in Studien eingesetzt. Doch indirekt lässt sich die Zahl dieses wichtigen Bakteriums über unseren Lebensstil, vor allem die Ernährung beeinflussen. Der sensible Keim reagiert verschnupft auf falsche Ernährung. Der belgische Wissenschaftler Patrice Cani konnte zeigen, dass fettreiches Essen die Zahl dieses Schutzkeims um den Faktor 100 vermindert. Henne oder Ei? Nun stellt sich die Frage nach der Henne und dem Ei. Haben Übergewichtige eine andere Darmflora, weil sie sich anders ernähren, häufiger zu Fastfood und Süßigkeiten greifen? Oder tragen die Mikroorganismen im Darm tatsächlich die Schuld, wenn man die Pfunde nicht mehr loswird? Antworten darauf gab die Übertragung von Kotpellets übergewichtiger Mäuse auf ihre schlanken Artgenossen. Innerhalb kürzester Zeit legten diese – bei gleichem Futter – deutlich an Gewicht zu. Um genetische Faktoren auszuschließen, suchte man nun menschliche Zwillingspaare, von denen einer schlank war und der andere zu Übergewicht neigte und transferierte deren Darmkeime auf zwei Gruppen schlanker Mäuse. Wie erwartet wurden die Tiere mit dem »dicken« Mikrobiom rasch adipös, die anderen futterten die gleiche Menge Körner und blieben dennoch rank und schlank. Wie sieht eine Darm-Diät aus? Wenn man die Darmflora ändern möchte, muss man sein Essverhalten ändern. Um das Wachstum der günstigen Bakterien zu fördern und die Darmbarriere zu stärken, sollte man regelmäßig präbiotikareiche Nahrungsmittel zu sich nehmen. Präbiotika sind z.B. enthalten in Haferflocken, Lauch, Knoblauch, Zwiebeln, Schwarzwurzel, Topinambur Spargel etc. Kartoffel, Reis und Nudeln enthalten, wenn sie nach dem Kochen abgekühlt sind, ebenfalls bestimmte Präbiotika. Kartoffel-, Reis- oder Nudelsalat sind also gute Alternativen. Daneben kann man häufiger vergorene Lebensmittel wie Sauerkraut, Kefir oder Joghurt zu sich nehmen. Diese Nahrungsmittel liefern darmfreundliche Milchsäurebakterien.Um die Effekte zu verstärken, kann man noch ein so genanntes Synbiotikum einsetzen. Dieses enthält günstige Darmkeime (Milchsäurebakterien, Bifidobakterien) in hoher Konzentration sowie Präbiotika. Die Darm-Diät durch probiotische Bakterien unterstützen Die Ernährung bildet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung eines gesunden Mikrobioms. Daneben lassen sich aber auch gezielt Bakterienstämme zuführen, die in Studien in der Lage waren, eine Gewichtsreduktion zu unterstützen. Das konnte unter anderem für die Milchsäurebakterien L. gasseri, Lactobacillus rhamnosum, L. plantarum und anderen Lactobazillen nachgewiesen werden. Da auch Bifidobakterien in Studien die Gewichtsreduktion unterstützen konnten und im Darm von Menschen mit Gewichtsproblemen oft fehlen, sollte man auch diese probiotischen Bakterien in eine Darm-Diät integrieren. Vorsicht vor dickmachenden Bakterien in Nahrungsergänzungsmitteln Studien haben gezeigt, dass sich nicht alle Milchsäurebakterien günstig auf unser Gewicht auswirken. In Studien ließ sich durch die Gabe von Lactobacillus acidophilus eine starke Gewichtszunahme bei Menschen und Tieren nachweisen. Lactobacillus fermentum&#160;und&#160;Lactobacillus ingluviei&#160;führten bei Tieren häufig zu Gewichtszunahme. Bei übergewichtigen Menschen finden sich im Darm oft zu wenige Bifidobakterien und gleichzeitig eine deutlich erhöhte Zahl an Lactobacillus reuteri. Bei der Wahl eines Synbiotikums,, das die Gewichtsreduktion unterstützt und im Rahmen einer Darm-Diät eingesetzt werden kann, sollte man deshalb darauf achten, das ausreichend Bifidobakterien enthalten sind. Die Milchsäurestämme L. acidophilus, L. reuteri, L. fermentum und ingluviei sollte man hingegen vermeiden, da diese bei Menschen und / oder Tieren zu teilweise beträchtlicher Gewichtszunahme geführt haben. Aus diesem Grund werden sie auch gelegentlich als Masthilfe in der Tierzucht eingesetzt. Schlankmachende Bakterien mit der Darm-Diät gezielt steuern Akkermansia muciniphila: Wichtig für Akkermansia muciniphilia ist resistente Stärke. Mehr zu resistenter Stärke gibt es hier https://schlank-mit-darm.de/resistente-staerke-staerkt-das-mikrobiom/ &#160;Außerdem reagiert Akkermansia muciniphilia positiv auf Polyphenole und Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl, Rapsöl). Auch probiotische Keime wie Lactobacillus plantarum, Lactobacillus rhamnosus, Bifidobacterium breve, Bifidobacterium lactis, Bifidobacterium longum fördern die Vermehrung der Akkermansiabakterien. Bacteroidetes: Entwickeln sich gut mit Rotwein, Äpfeln, Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl, Rapsöl), Haferflocken, Kaffee, grünem Tee, schwarzem Tee, Inulin, Pektin. Optimal ist ein Darm -pH-Wert von etwa 6,5 für das Wachstum dieses Keims. Um den Darm-pH-Wert im gesunden, sauren Bereich zwischen 5,5 und 6,5 zu halten, sind ausreichend Milchsäurebakterien notwendig. Bifidokeime: Werden in ihrem Wachstum gefördert durch Akazienfasern, resistente Stärke, Inulin, grünen Tee, Extrakte aus Grapefruit-Kernen, Granatapfelsaft, Granatapfelkerne, Vollkornprodukte, Kaffee, Isoflavone (= Phytoöstrogene z. B. aus Soja oder Leinsamen), Kakao, dunkle Schokolade, Blaubeeren, Rotwein, Datteln, Apfelsaft, Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl, Rapsöl) und eine&#160; ballaststoffreiche Ernährung. Bifidobakterien sind auch enthalten in Joghurt und Kefir. Sie lassen sich zudem sehr einfach über Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Firmicutes: Ihre Zahl nimmt ab, wenn regelmäßig grüner Tee oder schwarzer Tee getrunken wird. Auch andere Poylphenole scheinen die Firmicutes zu reduzieren. Literatur: Kim J, Yun JM, Kim MK, Kwon O, Cho B. (2018) Lactobacillus gasseri BNR17 Supplementation Reduces the Visceral Fat Accumulation and Waist Circumference in Obese Adults: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial. J Med Food. 21(5):454-461. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29688793/ Michael, D.R., Jack, A.A., Masetti, G.&#160;et al.&#160;(2020) A randomised controlled study shows supplementation of overweight and obese adults with lactobacilli and bifidobacteria reduces bodyweight and improves well-being.&#160;Sci Rep&#160;10,&#160;4183 https://www.nature.com/articles/s41598-020-60991-7 Million M et al. (2012) Comparative meta-analysis of the effect of&#160;Lactobacillus&#160;species on weight gain in humans and animals. Microbial Pathogenesis 53 (2): 100-108 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0882401012001106#:~:text=Lactobacillus%20acidophilus%20administration%20resulted%20in,with%20weight%20gain%20in%20animals. Million&#160;M. et al. (2012) Obesity-associated gut microbiota is enriched in&#160;Lactobacillus reuteri&#160;and depleted in&#160;Bifidobacterium animalis&#160;and&#160;Methanobrevibacter smithii. Int J Obes 36: 817–825 https://www.nature.com/articles/ijo2011153/ Rouxinol-Dias AL et al (2016) Probiotics for the control of obesity – Its effect on weight change. Porto Biomedical Journal 1(1):12-24 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2444866416000064</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/wie-sieht-eine-darm-diaet-aus/">Wie sieht eine Darm-Diät aus?</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
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<p>Die Darmflora gilt mittlerweile als wichtige Schaltstelle für Energiegewinnung, Stoffwechsel und Bildung von Fettdepots. Wer langfristig abnehmen möchte, sollte mit einer Darm-Diät, also einer darmfreundlichen, präbiotikareichen Ernährung das Mikrobiom wieder in Balance bringen. Studien konnten zeigen, dass auch bestimmte Milchsäurebakterien wie Lactobacillus gasseri, Lactobacillus plantarum, Lactobacillus rhamnosum sowie Bifidobakterien und andere probiotische Bakterien eine Gewichtsabnahme unterstützen können.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Wie nehme ich mit einer „Darm-Diät“ ab?</h3>



<p>Unsere Darmflora entscheidet darüber, ob wir eher gute oder schlechte „Futterwerter“ sind. Vor allem die Gruppe der <em>Firmicutes</em> kann selbst aus eigentlich unverdaulichen Nahrungsbestandteilen noch beträchtliche Mengen an Energie rausholen. Steigt die Zahl der Firmicuten an, dann werden mehr Kohlenhydrate von der Darmschleimhaut resorbiert und zunächst in den Körper und dann auf die Hüften geschleust. Nimmt die Zahl dieser „Moppelbakterien“ nur um 20% zu, dann werden Tag für Tag 10% mehr Kalorien in den Körper geschleust. </p>



<p>Das hört sich zunächst nicht viel an, summiert sich aber im Lauf eines Jahres auf rund acht zusätzliche Kilos! Gleichzeitig geht mit steigenden Pfunden die bakterielle Vielfalt im Verdauungstrakt verloren. Inzwischen weiß man, dass die Darmflora bei Übergewichtigen viele Enzyme produzieren kann, die die für den Menschen unverdauliche Polysaccharide abbauen und uns auf diese Weise „helfen“, aus wenig Nahrung viel Energie zu gewinnen. In Zeiten von Hungersnöten und Missernten ein klarer Überlebensvorteil – heute aber eher unerwünscht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bifidobakterien und Lactobazillen unterstützen die Darm-Diät</h3>



<p>Daneben besitzen Menschen mit Gewichtsproblemen meistens auch eine zu geringe Vielfalt der Darmflora, das heißt die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft ist eintönig. </p>



<p>Doch es existieren noch weitere Merkmale, in denen sich ein „dickes“ von einem „schlanken“ Mikrobiom unterscheidet. Menschen mit Gewichtsproblemen besitzen meistens eine zu geringe Vielfalt der Darmflora, das heißt, die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft ist eintönig und ihnen fehlen zahlreiche gewichtsregulierende Bakterien oder diese sind unterrepräsentiert. Bei vielen Übergewichtigen besteht ein Mangel an&nbsp;<em>Bifidobakterien&nbsp;</em>im Darm. Bifidobakterien lassen sich direkt mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln zuführen.  </p>



<p>Auch Keime mit so schönen Namen<em>&nbsp;wie „Faecalbacterium prausnitzii“ oder „Akkermansia muciniphilia“&nbsp;</em>fehlen. Aktuelle Studien konnten Verbindungen herstellen zwischen einer hohen Zahl dieser Bakterien und einem geringen Körpergewicht, einem niedrigeren Körperfettanteil, einem geringeren Risiko für Zuckerkrankheit und metabolischem Syndrom. Leider gibt es derzeit noch kein Nahrungsergänzungsmittel, mit dem man diesen Keim direkt zuführen kann. Bisher werden Akkermansiabakterien nur unter bestimmten Laborbedingungen in Studien eingesetzt. Doch indirekt lässt sich die Zahl dieses wichtigen Bakteriums über unseren Lebensstil, vor allem die Ernährung beeinflussen. Der sensible Keim reagiert verschnupft auf falsche Ernährung. Der belgische Wissenschaftler Patrice Cani konnte zeigen, dass fettreiches Essen die Zahl dieses Schutzkeims um den Faktor 100 vermindert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Henne oder Ei?</h3>



<p>Nun stellt sich die Frage nach der Henne und dem Ei. Haben Übergewichtige eine andere Darmflora, weil sie sich anders ernähren, häufiger zu Fastfood und Süßigkeiten greifen? Oder tragen die Mikroorganismen im Darm tatsächlich die Schuld, wenn man die Pfunde nicht mehr loswird? Antworten darauf gab die Übertragung von Kotpellets übergewichtiger Mäuse auf ihre schlanken Artgenossen. Innerhalb kürzester Zeit legten diese – bei gleichem Futter – deutlich an Gewicht zu. Um genetische Faktoren auszuschließen, suchte man nun menschliche Zwillingspaare, von denen einer schlank war und der andere zu Übergewicht neigte und transferierte deren Darmkeime auf zwei Gruppen schlanker Mäuse. Wie erwartet wurden die Tiere mit dem »dicken« Mikrobiom rasch adipös, die anderen futterten die gleiche Menge Körner und blieben dennoch rank und schlank.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie sieht eine Darm-Diät aus?</h3>



<p>Wenn man die Darmflora ändern möchte, muss man sein Essverhalten ändern. Um das Wachstum der günstigen Bakterien zu fördern und die Darmbarriere zu stärken, sollte man regelmäßig präbiotikareiche Nahrungsmittel zu sich nehmen. Präbiotika sind z.B. enthalten in Haferflocken, Lauch, Knoblauch, Zwiebeln, Schwarzwurzel, Topinambur Spargel etc. Kartoffel, Reis und Nudeln enthalten, wenn sie nach dem Kochen abgekühlt sind, ebenfalls bestimmte <a href="https://schlank-mit-darm.de/was-sind-eigentlich-praebiotika/">Präbiotika</a>. Kartoffel-, Reis- oder Nudelsalat sind also gute Alternativen. </p>



<p>Daneben kann man häufiger vergorene Lebensmittel wie Sauerkraut, Kefir oder Joghurt zu sich nehmen. Diese Nahrungsmittel liefern darmfreundliche Milchsäurebakterien.<br>Um die Effekte zu verstärken, kann man noch ein so genanntes Synbiotikum einsetzen. Dieses enthält günstige Darmkeime (Milchsäurebakterien, Bifidobakterien) in hoher Konzentration sowie Präbiotika.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Darm-Diät durch probiotische Bakterien unterstützen</h3>



<p>Die Ernährung bildet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung eines gesunden Mikrobioms. Daneben lassen sich aber auch gezielt Bakterienstämme zuführen, die in Studien in der Lage waren, eine Gewichtsreduktion zu unterstützen. Das konnte unter anderem für die Milchsäurebakterien L. gasseri, Lactobacillus rhamnosum, L. plantarum und anderen Lactobazillen nachgewiesen werden. Da auch Bifidobakterien in Studien die Gewichtsreduktion unterstützen konnten und im Darm von Menschen mit Gewichtsproblemen oft fehlen, sollte man auch diese probiotischen Bakterien in eine Darm-Diät integrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorsicht vor dickmachenden Bakterien in Nahrungsergänzungsmitteln</h3>



<p>Studien haben gezeigt, dass sich nicht alle Milchsäurebakterien günstig auf unser Gewicht auswirken. In Studien ließ sich durch die Gabe von Lactobacillus acidophilus eine starke Gewichtszunahme bei Menschen und Tieren nachweisen. <em>Lactobacillus fermentum</em>&nbsp;und&nbsp;<em>Lactobacillus ingluviei</em>&nbsp;führten bei Tieren häufig zu Gewichtszunahme.</p>



<p>Bei übergewichtigen Menschen finden sich im Darm oft zu wenige Bifidobakterien und gleichzeitig eine deutlich erhöhte Zahl an <em>Lactobacillus reuteri.</em></p>



<p>Bei der Wahl eines Synbiotikums,, das die Gewichtsreduktion unterstützt und im Rahmen einer Darm-Diät eingesetzt werden kann, sollte man deshalb darauf achten, das ausreichend Bifidobakterien enthalten sind. Die Milchsäurestämme L. acidophilus, L. reuteri, L. fermentum und ingluviei sollte man hingegen vermeiden, da diese bei Menschen und / oder Tieren zu teilweise beträchtlicher Gewichtszunahme geführt haben. Aus diesem Grund werden sie auch gelegentlich als Masthilfe in der Tierzucht eingesetzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schlankmachende Bakterien mit der Darm-Diät gezielt steuern</h3>



<p><strong>Akkermansia muciniphila:</strong> Wichtig für <em>Akkermansia muciniphilia</em> ist resistente Stärke. Mehr zu resistenter Stärke gibt es hier <a href="https://schlank-mit-darm.de/resistente-staerke-staerkt-das-mikrobiom/">https://schlank-mit-darm.de/resistente-staerke-staerkt-das-mikrobiom/</a> &nbsp;Außerdem reagiert <em>Akkermansia muciniphilia</em> positiv auf Polyphenole und Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl, Rapsöl). Auch probiotische Keime wie <em>Lactobacillus</em> <em>plantarum, </em><em>Lactobacillus rhamnosus, Bifidobacterium breve, Bifidobacterium lactis, Bifidobacterium longum </em>fördern die Vermehrung der Akkermansiabakterien.</p>



<p><strong>Bacteroidetes</strong>: Entwickeln sich gut mit Rotwein, Äpfeln, Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl, Rapsöl), Haferflocken, Kaffee, grünem Tee, schwarzem Tee, Inulin, Pektin. Optimal ist ein Darm -pH-Wert von etwa 6,5 für das Wachstum dieses Keims. Um den Darm-pH-Wert im gesunden, sauren Bereich zwischen 5,5 und 6,5 zu halten, sind ausreichend Milchsäurebakterien notwendig.</p>



<p><strong>Bifidokeime</strong>: Werden in ihrem Wachstum gefördert durch Akazienfasern, resistente Stärke, Inulin, grünen Tee, Extrakte aus Grapefruit-Kernen, Granatapfelsaft, Granatapfelkerne, Vollkornprodukte, Kaffee, Isoflavone (= Phytoöstrogene z. B. aus Soja oder Leinsamen), Kakao, dunkle Schokolade, Blaubeeren, Rotwein, Datteln, Apfelsaft, Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl, Rapsöl) und eine&nbsp; ballaststoffreiche Ernährung. Bifidobakterien sind auch enthalten in Joghurt und Kefir. Sie lassen sich zudem sehr einfach über Nahrungsergänzungsmittel zuführen.</p>



<p><strong>Firmicutes: </strong>Ihre Zahl nimmt ab, wenn regelmäßig grüner Tee oder schwarzer Tee getrunken wird. Auch andere Poylphenole scheinen die <em>Firmicutes</em> zu reduzieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Literatur:</h3>



<p>Kim J, Yun JM, Kim MK, Kwon O, Cho B. (2018) Lactobacillus gasseri BNR17 Supplementation Reduces the Visceral Fat Accumulation and Waist Circumference in Obese Adults: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial. J Med Food. 21(5):454-461. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29688793/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29688793/</a></p>



<p>Michael, D.R., Jack, A.A., Masetti, G.&nbsp;<em>et al.</em>&nbsp;(2020) A randomised controlled study shows supplementation of overweight and obese adults with lactobacilli and bifidobacteria reduces bodyweight and improves well-being.&nbsp;<em>Sci Rep</em>&nbsp;<strong>10,&nbsp;</strong>4183 <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-020-60991-7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.nature.com/articles/s41598-020-60991-7 </a></p>



<p>Million M et al. (2012) Comparative meta-analysis of the effect of&nbsp;<em>Lactobacillus</em>&nbsp;species on weight gain in humans and animals. Microbial Pathogenesis 53 (2): 100-108 <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0882401012001106#:~:text=Lactobacillus%20acidophilus%20administration%20resulted%20in,with%20weight%20gain%20in%20animals.">https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0882401012001106#:~:text=Lactobacillus%20acidophilus%20administration%20resulted%20in,with%20weight%20gain%20in%20animals.</a></p>



<p>Million&nbsp;M. et al. (2012) Obesity-associated gut microbiota is enriched in&nbsp;Lactobacillus reuteri&nbsp;and depleted in&nbsp;Bifidobacterium animalis&nbsp;and&nbsp;Methanobrevibacter smithii. Int J Obes 36: 817–825 <a href="https://www.nature.com/articles/ijo2011153/">https://www.nature.com/articles/ijo2011153/</a></p>



<p>Rouxinol-Dias AL et al (2016) Probiotics for the control of obesity – Its effect on weight change. Porto Biomedical Journal 1(1):12-24 <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2444866416000064" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2444866416000064</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/wie-sieht-eine-darm-diaet-aus/">Wie sieht eine Darm-Diät aus?</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
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		<title>Welche Produkte enthalten das Bakterium „Akkermansia muciniphila“, das für die Darmschleimhaut so wichtig ist?</title>
		<link>https://schlank-mit-darm.de/welche-produkte-enthalten-das-bakterium-akkermansia-muciniphila-das-fuer-die-darmschleimhaut-so-wichtig-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilemira]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2020 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles Darmgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leserfragen Darmgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Akkermansia muciniphilia]]></category>
		<category><![CDATA[Darmbarriere]]></category>
		<category><![CDATA[Darmschleimhaut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Akkermansia muciniphila ist ein wichtiger Keim für die Darmschleimhaut und den Erhalt der Darmbarriere. Bei Übergewicht, Neurodermitis oder Allergien ist die Menge dieses Bakteriums im Darm vermindert. Akkermansia – bedeutender Keim für unsere Gesundheit Obwohl A. muciniphila bei gesunden Menschen immerhin einen Anteil von rund 5&#160;Prozent an der gesamten Darmflora hat und damit eigentlich ein recht bedeutender Keim ist, entdeckte man ihn erst vor rund zehn Jahren. Bis dahin war er nur ein Bakterium im zahl- und namenlosen Heer der Darmkeime. Doch nach und nach zeigt sich, wie wichtig dieses Bakterium für unsere Gesundheit ist.&#160; So ist der Keim in der Lage, die schützende Schleimschicht des Darms zu erhalten und wiederaufzubauen. Das ist wichtig für den Erhalt der Darmbarriere. Außerdem scheint er vor Übergewicht und Zuckerkrankheit zu schützen. Doch der sensible Keim reagiert verschnupft auf falsche Ernährung. Der belgische Wissenschaftler Patrice Cani konnte zeigen, dass fettreiches Essen die Zahl dieses Schutzkeims um den Faktor 100 vermindert. Mit dem Verschwinden des Schleimbarriere-Wächters wird auch die Mucinschicht immer dünner und es entwickelt sich eine Barrierestörung. Schutz vor Übergewicht und metabolischem Syndrom Leider gibt es derzeit noch kein Nahrungsergänzungsmittel, mit dem man diesen Keim direkt zuführen kann! Akkermansia muciniphila ist ein anaerober Keim, d.h. er kann nicht unter Sauerstoffbedingungen überleben und deshalb auch nicht so einfach in eine Dose oder Kapsel verpackt und als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Bisher werden diese Keime nur unter bestimmten Laborbedingungen in Studien eingesetzt. Eine solche Untersuchung verglich bei übergewichtigen Studienteilnehmern die Gabe lebender Allermansia muciniphilia (A.m.) mit der Einnahme abgetöteter Akkermansia-Keime. Insgesamt nahmen 40 adipöse Probanden teil, die gleichzeitig auch noch unter Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder erhöhten Blutfettwerten litten. Nach dem Zufallsprinzip wurden die Teilnehmer entweder der Gruppe zugeteilt, die ein Probiotikum mit lebenden Bakterien ein Präparat mit abgetöteten Bakterien oder ein Placebo ohne Keime erhielten. Insgesamt nahmen die Studienteilnehmer das Präparat drei Monate ein. Sie sollten in dieser Zeit ihren Lebensstil aber nicht verändern. Interessanterweise zeigte sich nach Abschluss der Studie nur bei den Patienten, die die abgetöteten Akkermansia muciniphilia Bakterien erhalten hatten, eine deutliche Verbesserung der Werte: Sie hatten durchschnittlich 2,3 Kilo Gewicht verloren, der Gesamtcholesterinwert war um knapp 9 Prozent gesunken und der Spiegel des blutzuckersenkenden Hormons Insulin lag um etwa ein Drittel niedriger. Weder in der Plazebogruppe, noch in der Gruppe, die lebende Akkermansia-Bakterien erhalten hatte, ließen sich signifikante, also statistisch bedeutsame Veränderungen nachweisen.&#160; Haben Sie ausreichend Akkermansia muciniphilia im Darm? Mit Hilfe einer Stuhlprobe können Sie überprüfen, ob Sie ausreichend Akkermansia muciniphilia im Darm haben. So lassen sich Akkermansia im Darm vermehren Bis man entsprechende Produkte anwenden kann, bleibt uns nichts anderes übrig, als diesen Keim indirekt zu fördern, z.B. durch bestimmte Präbiotika wie resistente Stärke. Studien haben auch gezeigt, dass Cranberrys, Cranberrysaft, dunkler Traubensaft, Trauben die Keimzahl ansteigen lassen. Außerdem können andere probiotische Keime wie L. plantarum, L. rhamnosus, B. breve oder B. lactis die Bedingungen im Darm günstig beeinflussen und dadurch das Wachstum von Akkermansia muciniphilia fördern. Neueste Studienergebnisse Einen ausführlichen Bericht über die neuesten Studienergebnisse finden Sie auf unserer Seite in dem Bericht Akkermansia muciniphilia – wichtig für Gewichtsreduktion und Schleimhautschutz Quellen Cani, P.D., Possemiers, S., Van de Wiele, T., et al. (2009) Changes in gut microbiota control inflammation in obese mice through a mechanism involving GLP-2-driven improvement of gut permeability. Gut 58(8):1091-103 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19240062 Depommier, C., Everard, A., Druart, C. et al. (2019) Supplementation with Akkermansia muciniphila in overweight and obese human volunteers: a proof-of-concept exploratory study. Nat Med 25, 1096–1103 https://www.nature.com/articles/s41591-019-0495-2 Leitner C (2019) Studie zur Darmflora – Wie ein Bakterium beim Abnehmen helfen könnte. Spiegel online https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/uebergewicht-bakterium-gegen-ueberfluessige-pfunde-a-1275733.html 22e534158584d4</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/welche-produkte-enthalten-das-bakterium-akkermansia-muciniphila-das-fuer-die-darmschleimhaut-so-wichtig-ist/">Welche Produkte enthalten das Bakterium „Akkermansia muciniphila“, das für die Darmschleimhaut so wichtig ist?</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
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<p>Akkermansia muciniphila ist ein wichtiger Keim für die Darmschleimhaut und den Erhalt der Darmbarriere. Bei Übergewicht, Neurodermitis oder Allergien ist die Menge dieses Bakteriums im Darm vermindert.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Akkermansia – bedeutender Keim für unsere Gesundheit</h4>



<p>Obwohl A. muciniphila bei gesunden Menschen immerhin einen Anteil von rund 5&nbsp;Prozent an der gesamten Darmflora hat und damit eigentlich ein recht bedeutender Keim ist, entdeckte man ihn erst vor rund zehn Jahren. Bis dahin war er nur ein Bakterium im zahl- und namenlosen Heer der Darmkeime. Doch nach und nach zeigt sich, wie wichtig dieses Bakterium für unsere Gesundheit ist.&nbsp; So ist der Keim in der Lage, die schützende Schleimschicht des Darms zu erhalten und wiederaufzubauen. Das ist wichtig für den Erhalt der Darmbarriere. Außerdem scheint er vor Übergewicht und Zuckerkrankheit zu schützen. Doch der sensible Keim reagiert verschnupft auf falsche Ernährung. Der belgische Wissenschaftler Patrice Cani konnte zeigen, dass fettreiches Essen die Zahl dieses Schutzkeims um den Faktor 100 vermindert. Mit dem Verschwinden des Schleimbarriere-Wächters wird auch die Mucinschicht immer dünner und es entwickelt sich eine Barrierestörung. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Schutz vor Übergewicht und metabolischem Syndrom</h4>



<p>Leider gibt es derzeit noch kein Nahrungsergänzungsmittel,
mit dem man diesen Keim direkt zuführen kann! Akkermansia muciniphila ist ein
anaerober Keim, d.h. er kann nicht unter Sauerstoffbedingungen überleben und
deshalb auch nicht so einfach in eine Dose oder Kapsel verpackt und als
Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Bisher werden diese Keime nur
unter bestimmten Laborbedingungen in Studien eingesetzt. </p>



<p>Eine solche Untersuchung verglich bei übergewichtigen
Studienteilnehmern die Gabe lebender Allermansia muciniphilia (A.m.) mit der
Einnahme abgetöteter Akkermansia-Keime. Insgesamt nahmen 40 adipöse Probanden
teil, die gleichzeitig auch noch unter Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder
erhöhten Blutfettwerten litten. Nach dem Zufallsprinzip wurden die Teilnehmer
entweder der Gruppe zugeteilt, die ein Probiotikum mit lebenden Bakterien ein
Präparat mit abgetöteten Bakterien oder ein Placebo ohne Keime erhielten.
Insgesamt nahmen die Studienteilnehmer das Präparat drei Monate ein. Sie sollten
in dieser Zeit ihren Lebensstil aber nicht verändern. </p>



<p>Interessanterweise zeigte sich nach Abschluss der Studie nur
bei den Patienten, die die abgetöteten Akkermansia muciniphilia Bakterien
erhalten hatten, eine deutliche Verbesserung der Werte: Sie hatten
durchschnittlich 2,3 Kilo Gewicht verloren, der Gesamtcholesterinwert war um
knapp 9 Prozent gesunken und der Spiegel des blutzuckersenkenden Hormons
Insulin lag um etwa ein Drittel niedriger. Weder in der Plazebogruppe, noch in
der Gruppe, die lebende Akkermansia-Bakterien erhalten hatte, ließen sich
signifikante, also statistisch bedeutsame Veränderungen nachweisen.&nbsp; </p>



<h4 class="has-text-align-left wp-block-heading"> Haben Sie ausreichend Akkermansia muciniphilia im Darm? </h4>



<p>Mit Hilfe einer Stuhlprobe können Sie überprüfen, ob Sie ausreichend Akkermansia muciniphilia im Darm haben. </p>



<h4 class="wp-block-heading">So lassen sich Akkermansia im Darm vermehren</h4>



<p>Bis man entsprechende Produkte anwenden kann, bleibt uns nichts anderes übrig, als diesen Keim indirekt zu fördern, z.B. durch bestimmte Präbiotika wie resistente Stärke. Studien haben auch gezeigt, dass Cranberrys, Cranberrysaft, dunkler Traubensaft, Trauben die Keimzahl ansteigen lassen. Außerdem können andere probiotische Keime wie L. plantarum, L. rhamnosus, B. breve oder B. lactis die Bedingungen im Darm günstig beeinflussen und dadurch das Wachstum von Akkermansia muciniphilia fördern.</p>



<h4 class="has-text-align-left wp-block-heading">Neueste Studienergebnisse</h4>



<p>Einen ausführlichen Bericht über die neuesten Studienergebnisse finden Sie auf unserer Seite in dem Bericht</p>



<p><a href="https://schlank-mit-darm.de/akkermansia-muciniphilia-wichtig-fuer-gewichtsreduktion-und-schleimhautschutz/">Akkermansia muciniphilia – wichtig für Gewichtsreduktion und Schleimhautschutz</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Quellen</h4>



<p>Cani, P.D., Possemiers, S., Van de Wiele, T., et al. (2009)
Changes in gut microbiota control inflammation in obese mice through a
mechanism involving GLP-2-driven improvement of gut permeability. Gut
58(8):1091-103 <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19240062">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19240062</a>
</p>



<p>Depommier, C., Everard, A., Druart, C. et al. (2019) Supplementation with Akkermansia muciniphila in overweight and obese human volunteers: a proof-of-concept exploratory study. Nat Med 25, 1096–1103 <a href="https://www.nature.com/articles/s41591-019-0495-2">https://www.nature.com/articles/s41591-019-0495-2</a> </p>



<p>Leitner C (2019) Studie zur Darmflora – Wie ein Bakterium beim Abnehmen helfen könnte. Spiegel online <a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/uebergewicht-bakterium-gegen-ueberfluessige-pfunde-a-1275733.html%2022e534158584d4">https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/uebergewicht-bakterium-gegen-ueberfluessige-pfunde-a-1275733.html 22e534158584d4</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/welche-produkte-enthalten-das-bakterium-akkermansia-muciniphila-das-fuer-die-darmschleimhaut-so-wichtig-ist/">Welche Produkte enthalten das Bakterium „Akkermansia muciniphila“, das für die Darmschleimhaut so wichtig ist?</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
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		<title>Ich zähle zu den guten „Futterverwertern“.</title>
		<link>https://schlank-mit-darm.de/ich-zaehle-zu-den-guten-futterverwertern-ich-muss-ein-stueck-kuchen-nur-anschauen-und-schon-nehme-ich-zu-meine-freundin-kann-essen-so-viel-sie-will-und-hat-keine-gewichtsprobleme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilemira]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2015 19:09:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leserfragen Darmgesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Darmflora]]></category>
		<category><![CDATA[Darmkeime]]></category>
		<category><![CDATA[Hormone]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhltransplantation]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://schlank-mit-darm.de/?p=46</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich muss ein Stück Kuchen nur anschauen und schon nehme ich zu. Meine Freundin kann essen so viel sie will und hat keine Gewichtsprobleme. Woran liegt das? Seit einigen Jahren weiß man, dass es tatsächlich Menschen gibt, die „gute Futterverwerter“ sind. Der Grund liegt an einer anderen Zusammensetzung der Darmbakterien als bei schlanken Menschen. Die Darmflora Übergewichtiger ist häufig nicht so vielfältig wie die von Schlanken, d.h. man findet nicht so viele unterschiedliche Bakterienstämme. Nun könnte man natürlich fragen: was ist die Henne und was das Ei? Unterscheidet sich die Darmflora, weil die beiden Personengruppen sich unterschiedlich ernähren oder ist die Darmflora selber für das Übergewicht verantwortlich. Dass es offensichtlich wirklich an den Keimen liegt, wenn wir schneller zunehmen, zeigen verschiedene Versuche. Überträgt man Mäusen die Darmkeime Übergewichtiger, nehmen sie rasch zu, mit den Darmkeimen schlanker Menschen bleiben die Nager schlank – und das bei gleichem Futter. Auch beim Menschen konnte man feststellen, dass schlanke Personen, die aufgrund einer Erkrankung eine Stuhltransplantation von einem Übergewichtigen erhielten, plötzlich rasant zunahmen und kaum Möglichkeiten hatten – trotz Sport und Diät – die Pfunde wieder zu verlieren. Warum bestimmte Keime uns schneller Pfunde auf die Hüften packen, hat mehrere Gründe. Zum einen bestimmt die Zusammensetzung der Keime, wie viele Kalorien aus dem Essen in den Körper wandern. Eine „dicke Darmflora“ führt dem Körper Tag für Tag 150 bis 200 Kalorien mehr zu. Übers Jahr summiert sich das zu 10 Kilo zusätzlichem Gewicht, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Zum anderen können Darmzellen mit Hilfe der Darmkeime Hormone bilden. Je nach Zusammensetzung der Darmkeime werden mehr oder weniger sättigende Hormone ausgeschüttet. Studien haben zudem gezeigt, dass auch die Geschmacksnerven von den Bakterien beeinflusst werden können. Dadurch steuern die Darmkeime auch unseren Appetit auf bestimmte (ungesunde) Lebensmittel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/ich-zaehle-zu-den-guten-futterverwertern-ich-muss-ein-stueck-kuchen-nur-anschauen-und-schon-nehme-ich-zu-meine-freundin-kann-essen-so-viel-sie-will-und-hat-keine-gewichtsprobleme/">Ich zähle zu den guten „Futterverwertern“.</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://schlank-mit-darm.de/wp-content/uploads/2017/04/smd-Darmgesundheit.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-200 size-full" src="https://schlank-mit-darm.de/wp-content/uploads/2017/04/smd-Darmgesundheit.jpg" alt="" width="630" height="420" srcset="https://schlank-mit-darm.de/wp-content/uploads/2017/04/smd-Darmgesundheit.jpg 630w, https://schlank-mit-darm.de/wp-content/uploads/2017/04/smd-Darmgesundheit-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 630px) 100vw, 630px" /></a></p>
<p class="wp-caption-dd">Ich muss ein Stück Kuchen nur anschauen und schon nehme ich zu. Meine Freundin kann essen so viel sie will und hat keine Gewichtsprobleme. Woran liegt das?<br />
Seit einigen Jahren weiß man, dass es tatsächlich Menschen gibt, die „gute Futterverwerter“ sind. Der Grund liegt an einer anderen Zusammensetzung der Darmbakterien als bei schlanken Menschen. Die Darmflora Übergewichtiger ist häufig nicht so vielfältig wie die von Schlanken, d.h. man findet nicht so viele unterschiedliche Bakterienstämme. Nun könnte man natürlich fragen: was ist die Henne und was das Ei? Unterscheidet sich die Darmflora, weil die beiden Personengruppen sich unterschiedlich ernähren oder ist die Darmflora selber für das Übergewicht verantwortlich.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-46"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Dass es offensichtlich wirklich an den Keimen liegt, wenn wir schneller zunehmen, zeigen verschiedene Versuche. Überträgt man Mäusen die Darmkeime Übergewichtiger, nehmen sie rasch zu, mit den Darmkeimen schlanker Menschen bleiben die Nager schlank – und das bei gleichem Futter. Auch beim Menschen konnte man feststellen, dass schlanke Personen, die aufgrund einer Erkrankung eine Stuhltransplantation von einem Übergewichtigen erhielten, plötzlich rasant zunahmen und kaum Möglichkeiten hatten – trotz Sport und Diät – die Pfunde wieder zu verlieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum bestimmte Keime uns schneller Pfunde auf die Hüften packen, hat mehrere Gründe. Zum einen bestimmt die Zusammensetzung der Keime, wie viele Kalorien aus dem Essen in den Körper wandern. Eine „dicke Darmflora“ führt dem Körper Tag für Tag 150 bis 200 Kalorien mehr zu. Übers Jahr summiert sich das zu 10 Kilo zusätzlichem Gewicht, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Zum anderen können Darmzellen mit Hilfe der Darmkeime Hormone bilden. Je nach Zusammensetzung der Darmkeime werden mehr oder weniger sättigende Hormone ausgeschüttet. Studien haben zudem gezeigt, dass auch die Geschmacksnerven von den Bakterien beeinflusst werden können. Dadurch steuern die Darmkeime auch unseren Appetit auf bestimmte (ungesunde) Lebensmittel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://schlank-mit-darm.de/ich-zaehle-zu-den-guten-futterverwertern-ich-muss-ein-stueck-kuchen-nur-anschauen-und-schon-nehme-ich-zu-meine-freundin-kann-essen-so-viel-sie-will-und-hat-keine-gewichtsprobleme/">Ich zähle zu den guten „Futterverwertern“.</a> erschien zuerst auf <a href="https://schlank-mit-darm.de">Gesund mit Darm</a>.</p>
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